Eltern dürften sich freuen: Am Samstag eröffnete die Kita Don Bosco in der Talstadt mit einem „Tag der offenen Tür“ nun auch offiziell.
Passend zum Fest strahlte die Sonne mit den Kinderrn um die Wette. Angeschlossen an das neue Kitagebäude ist auch ein Familienzentrum. Dieses soll Familien mit Kindern wohnortnah unterstützende Beratung und präventive Angebote machen.
Zur feierlichen Einweihung des Gebäudes wurde viel geboten – etwa Kinderschminken, Glitzertattoos, eine Zaubershow und Luftballons. Das Eiscafé Rino war mit einem Eiswagen vor Ort und zu jeder vollen Stunde wurden Gebäudeführungen angeboten.
Zunächst durften die Kinder des Hauses die Gäste und ihre Familien selbst mit einem Lied „Schön ist das Fest“ begrüßen.
Anschließend hatte es Oberbürgermeisterin Eisenlohr bei der euphorischen Stimmung etwas schwerer als sonst sich Gehör zu verschaffen. Weshalb sie die Würdigung des beeindruckenden Neubaus und dessen Festtages etwas beschleunigte. Wer von den kleinen Besuchern sich stattdessen lieber austoben wollte, durfte natürlich auch das unter Aufsicht der Eltern tun.
Als Ort frühkindlicher Bildung und Betreuung gehört Don Bosco bereits seit 1983 zu Schramberg. Bis 2004 noch in kirchlicher Trägerschaft, ist es seitdem in städtischer Hand.
Der Name bleibt auf Wunsch des Gemeinderates im Sinne Schramberger Identität erhalten.
Historie des Baus
Unter 20 Mitbewerbern setzte sich Anfang 2021 der Entwurf von Kalliopi Gkeka (Kamm Architekten) durch. Das Konzept: Ein modernes, kindgerechtes Gebäude das fast ausschließlich in ökologischer Holzbauweise errichtet wurde.
Das Bauholz, hauptsächlich Weißtanne stammt zum Großteil von der schwäbischen Alb. Die Akustikdecken jedoch aus dem Schwarzwald.
So entstanden helle, freundliche Räume. Die große Photovoltaikanlage auf dem Dach, sowie die Wärmepumpen zum Heizen und Kühlen wirken zudem nachhaltig und ökologisch. Daher wird sich die Stadt Schramberg zusammen mit Kamm Architekten auch noch um den Preis für beispielhaftes Bauen der Architektenkammer Baden-Württemberg für den Landkreis Rottweil bewerben.
Das Gebäude bietet nun Platz für 107 Kinder, davon für zehn unter drei Jahren in der Krippe und für 97 ab zwei Jahren im Kindergarten. Das sind mehr als zwei Dutzend Plätze mehr als im vorherigen Gebäude. Dies wiederum ermöglicht nun, dass auch Kinder, die bisher auf der Warteliste für die Betreuung standen, versorgt werden können. Schramberg ist damit gut aufgestellt den Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung zu erfüllen.
Herausforderungen des Baus
Herausforderung beim Bau entstanden durch stark erhöhte Kosten, und die Insolvenz des ursprünglich beteiligten Fensterbauers.
Am Ende ihrer Rede gingen die Kinder nicht leer aus – als Einweihungsgeschenk überreichte Eisenlohr zwei Rasenmäher für die Krippe sowie Fußballtore und einen Ball, damit nicht nur das Gebäude, sondern auch die zugehörige Außenanlage vollumfänglich genutzt werden kann.
Sicht der Kitaleitung
Auch Manuela Hug, Leiterin der Kita fasste sich kurz. Sie berichtete von der Zeit nach dem Umzug im März und wie turbulent es zu Beginn mit über 80 Kindern im Neubau nebst noch laufender Handwerksarbeiten zuging. Trotzdem seien die Kinder, die Mitarbeitenden aber auch die Familien bestmöglich begleitet worden und seien nun angekommen. Auch Hug sprach Ihren tiefen, umfassenden Dank an alle Beteiligten aus. Es sei eine tolle Erfahrung für das Kita-Team gewesen von Anfang an mitplanen und gestalten zu dürfen. Dabei habe das Team, das Wichtigste nie aus den Augen verloren – und das seien die Kinder.
Sicht des Architektenbüros
Architekt Kamm kam ebenfalls nicht umhin ein paar Worte über das Meisterwerk an die Gäste zu richten.Es sei ein Raum des Miteinanders. Bedarfsgerecht für Kinder – warm, freundlich sicher und einladend. Es sei für die Zukunft gebaut worden. Die kubische Bauweise sei ökologisch sinnvoll, wirtschaftlich und liefere ein gutes Verhältnis von Verkehrs- zu Programmflächen. Das Herz des Hauses bilde das Oberlicht sowie die zentrale Garderobe. Etwa 1000 Bäume wurden verbaut, die in circa 40 Jahren nachwachsen würden.
Auch Joachim Moosmann vom städtischen Hochbauamt bekräftigte: Es sei nun der Grundstein gelegt um Don Boscos Geist so gut aufleben lassen zu können wie nie zuvor. Die Kinder würden hier bestens auf ihr weiteres Leben vorbereitet. Ganz im Sinne von Don Bosco: „Ich will euch zeitlich und ewig glücklich sehen.“