Rund 725 500 Euro sind in die Umgestaltung des alten Kurparks zum Märchenpark geflossen. Nun stand die offizielle Eröffnung an. Eine Besonderheit des Parks, der auch eine Hommage an Wilhelm Hauff ist, ist das digitale Erlebnis.
Mit der offiziellen Eröffnung des neugestalteten Märchenparks im alten Kurpark in Baiersbronn wurde ein Projekt im Rahmen der Gartenschau abgeschlossen. In Anlehnung an Wilhelm Hauffs berühmtes Märchen „Das kalte Herz“ wurden sowohl die baulichen wie auch die digitalen Elemente gestaltet.
Bürgermeister Michael Ruf dankte allen Beteiligten für ihr Engagement und freute sich, dass der alte Kurpark, der für viele Erinnerungen berge, nun umgestaltet und aufgewertet werden konnte. „Heute ist es endlich so weit, es ist ein besonderer Tag“, sagte Ruf.
Mit viel Liebe zum Detail und großem Engagement wurde der Park nicht nur erhalten, sondern auch modernisiert und weiterentwickelt. Rund ein Jahr habe die Bauzeit gedauert. Nicht nur der Bachlauf sei naturnah wiederhergestellt worden, auch die Wege und Treppenanlagen wurden umgestaltet. Neue Sitzbänke und eine vollständig restaurierte Theaterbühne runden das bauliche Konzept ab.
Besonderer Ort
Ein besonderer Ort sei mit dem kleinen Wasserfall und der Grotte im unteren Bereich des Parks geschaffen worden, so Ruf. Er ging auch auf die Kosten der Umgestaltung in Höhe von rund 725 500 Euro ein. Dabei konnten Fördergelder aus zwei verschiedenen Fördertöpfen in Höhe von insgesamt rund 385 430 Euro abgerufen werden. „Dies entspricht einer Förderung von 60 Prozent“, stellte Ruf fest.
Eine Besonderheit des Parks ist jedoch das digitale Erlebnis, das sowohl eine kleine Schatzsuche als auch die Inszenierung des Märchenklassikers „Das kalte Herz“ beinhaltet. Tourismusdirektorin Christina Palma Diaz ging auf die verschiedenen Möglichkeiten ein.
An insgesamt sechs Stelen können QR-Codes gescannt und dabei verschiedene Modi abgerufen werden. „Ob spielerisch bei der Schatzsuche im ‚Game Modus‘ oder beim Hörspiel im ‚Erzähl-Modus‘ – hier ist für alle Altersklassen etwas dabei. Und ich kann sagen, es lohnt sich“, sagte sie.
Ordentlich Spannung ist bei der Schatzsuche angesagt. Dabei müssen die Figuren aus dem „Kalten Herz“ wie beim Pokémon-Go aus Teilen zusammengesetzt werden. „Ein Spaß für jedes Alter“, versprach Palma Diaz, die allen an der guten Umsetzung Beteiligten dankte. Sie hoffe, dass der neue Märchenpark viele Besucher anzieht.
Digitale Zeitreise
Heiko Klumpp vom Team der Gartenschau wies auf das Gesamtkonzept der digitalen Zeitreise hin. „Der Märchenpark gibt schon mal einen Vorgeschmack auf die digitale Zeitreise ‚Fluss der Zeit‘, die ab Beginn der Gartenschau zwischen Freudenstadt und Baiersbronn erlebt werden kann“, erklärte Klumpp. Dafür kann dann die App „Fluss der Zeit“ heruntergeladen werden. Damit können an weiteren Stationen entlang des Gartenschaugebiets viele Informationen und Hintergrundgeschichten abgerufen werden. „Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Stadt- und Industriegeschichte des Tals, die auf wirklich ansprechende Art und Weise digital erlebbar gemacht wurde“, so Klumpp. Mithilfe modernster „Augmented Reality“ werden dann die Besucher der Gartenschau durch das Tal geführt. Ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen sollte, riet Klumpp.
Beim gemeinsamen Abschluss der offiziellen Eröffnung konnten die Gäste die einzelnen Stationen ausprobieren und erste eigene Erfahrungen sammeln.