„Der alte Glanz ist zurück“ sagt zumindest Christian Fürst zu Fürstenberg zum Reitturnier in Donaueschingen. Das CHI präsentiert sich zurück in seiner alten Größe – doch überzeugt das Turnier? Unsere Redaktion hat sich bei den Besuchern und Teilnehmern im Schloss umgehört.
Das Donaueschinger Reitturnier ist 2024 in alter Größe zurück. Damit behauptet die Veranstaltung ihren Spitzenplatz unter den Reitturnieren in Deutschland. Wie drückt sich das aus? Stimmen dazu kommen aus dem Schlosspark.
„Das Traditionsturnier ist eng mit der Stadt verbunden und ist ganz klar auch ein Pluspunkt für die Stadt und die Region“, erklärt Lisa Würth, selbst Reiterin und Teilnehmerin an drei Prüfungen. Sie beschreibt die Atmosphäre während des Turniers als einzigartig: „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, bei der tollen Atmosphäre reiten zu können. Die Erfahrung ist mit nichts zu vergleichen.“
Für die Reiter und ihre Pferde seien die Bedingungen auf höchstem Niveau. Es sei eine außergewöhnliche Erfahrung, in dieser beeindruckenden Kulisse an den Start gehen zu dürfen. „Es ist ganz große Klasse, vor dieser grandiosen Kulisse reiten zu dürfen.“
Hohes Maß an Professionalität und tolle Atmosphäre
Neben den Teilnehmern schätzen auch internationale Steckenpferdgrößen die hohe Professionalität des Turniers. So zeigt sich auch der Doppelweltmeister im Steckenpferdepolo, Sebastian Schnitzer, beeindruckt von der Veranstaltung. „Das Reitturnier ist schon etwas Besonderes für die Stadt“, sagt er und hebt ebenfalls das hohe sportliche Niveau hervor. „Die Veranstaltung ist Weltklasse und bietet ein ganz großes Maß an Professionalität.“
Auch für Melanie Krumpel, die seit vielen Jahren Teil der Donaueschinger Reitsportszene ist, ist klar: „Donaueschingen ist eine Reiterstadt.“
Reitsport hat lange Tradition
Sie hebe die lange Tradition der Stadt im Reitsport hervor: „Donaueschingen stand schon immer im Namen des Reitsports.“
Besonders freut sie sich über die jüngsten Veränderungen im Turnier, die durch den Wechsel des Veranstalters eingeführt wurden. Der neue Wind des Turniers bringe frische Impulse, die der Veranstaltung guttäten. Krumpel selbst hat am Wochenende beim Dressurreiten mitgeholfen und ist begeistert, dass dieser traditionelle Teil des Reitsports wieder einen festen Platz im Programm hat. „Das Turnier war schon immer Teil der Stadt. Das kann man nicht wegdenken.“
Reitturnier ein „Magnet für die Region“
Nicht nur für die Reiter und die Pferdesportgemeinde ist das Turnier ein Höhepunkt. Michael Kienzler, bekannt als DJ Mika, ist ein langjähriger Besucher des Turniers. Schon seit seiner Kindheit ist er jedes Jahr vor Ort, das Turnier beschreibt er als „einen Magnet für die Region.“
Besonders hebt er die Vielfalt des Rahmenprogramms hervor, das nicht nur Reitsportbegeisterte, sondern auch ein breites Publikum anziehe: „Es ist eine Spitzenveranstaltung, und es ist toll, dass Donaueschingen Gastgeber ist.“
Selena Hefner, die beim diesjährigen Stafetten-Springen an der Seite eines Profis gestartet ist, beschreibt das Reitturnier als eine Veranstaltung, die „auf jeden Fall den Nerv der Zeit trifft.“ Sie hebt hervor, wie gut das Turnier in die moderne Sportwelt eingebettet ist und wie es eine Brücke zwischen den Generationen im Reitsport schlägt. „Es ist eine Ehre, hier mitreiten zu dürfen.“
Ein tolles Turniergefühl
Für Vanessa Roigk ist die internationale Ausrichtung des Turniers besonders. „Das Reitturnier in seiner Internationalität bietet ein tolles Turniergefühl“, betont sie und lobt die einzigartige Atmosphäre, die das Turnier durch die Teilnahme von Reitern aus aller Welt schafft. „Man trifft hier sportliche Vorbilder“, die aber sehr nahbar seien. Zudem böten Aussteller und Rahmenprogramm eine tolle Einbettung. „Das Reitturnier ist einfach Kult“, sagt sie.
Den Stellenwert des Reitturniers für die Stadt Donaueschingen unterstreicht auch Bürgermeister Erik Pauly. Für ihn markiert das Jubiläum des Turniers einen wichtigen Meilenstein in der Geschichte der Stadt. „Es ist ein Beginn für eine neue Ära“, erklärt Pauly und zeigt sich stolz, dass Donaueschingen eine so renommierte Veranstaltung austragen kann. „Das Reitturnier verdeutlicht das enge Verhältnis zwischen Fürstenhaus, Stadt und dem großen Sport.“ Besonders betont er die Rolle des Turniers als verbindendes Element für die Stadtgemeinschaft: „Es verdeutlicht auch den Zusammenhalt der Stadt.“ Durch die internationale Ausrichtung und die hohe sportliche Qualität sei das Reitturnier ein Symbol für das Zusammenkommen der ganzen Stadt.
„Der alte Glanz ist zurück“
Auch Christian Fürst zu Fürstenberg zeigt sich begeistert vom diesjährigen Turnier: „Der alte Glanz ist zurück.“
Der Fürst selbst genießt die Turniertage und freue sich über das hohe sportliche Niveau sowie das internationale aber gleichzeitig traditionelle Flair. „Die Vision meines Großvaters ist seit über 70 Jahren bis heute aufrechterhalten“, erklärt er stolz. Die sportliche Weltbühne und Internationalität treffe in Donaueschingen auf Bodenständigkeit und Geselligkeit.
Viel Unterstützung
Viele ehrenamtliche Helfer:
Einen besonderen Stellenwert nehmen beim Reitturnier die vielen ehrenamtlichen Helfer ein, ohne die eine Veranstaltung dieser Größe nicht möglich wäre. Seit Anbeginn des Turniers ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ein fester Bestandteil der Veranstaltung und sorgt für die medizinische Versorgung. „Das Reitturnier ist auf jeden Fall eine besondere Veranstaltung“, betont Stefan Reifsteck vom DRK. Die tägliche Einsatzzeit von zwölf bis 14 Stunden sei eine Herausforderung, aber der Einsatz lohne sich angesichts der einmaligen Atmosphäre, die das Turnier bietet. „Es ist mitunter definitiv der größte Einsatz, der viele Wochen Arbeit davor braucht.“