Drei Profi-Boxer aus Villingen-Schwenningen siegten beim hochkarätig besetzten Event in Heidelberg: Adam Devin, Rudolf und Alexander Hoffmann (von links). Foto: Holger Rohde

Alexander und Rudolf gewinnen ihre Profi-Kämpfe im Olympia-Stützpunkt Heidelberg souverän und wollen nun im nächsten Jahr international angreifen.

Trainer Jurij Lukac vom Olymp-Boxgym in VS zeigte sich mit den Leistungen seiner Schützlinge sehr zufrieden.

 

Alexander Hoffmann

Er hat auf seinem Weg zu einer internationalen Karriere einen weiteren beeindruckenden Schritt geschafft: Der 29-jährige Superleichtgewichtler aus Villingen-Schwenningen gewann seinen zwölften Profikampf in Heidelberg vorzeitig. In dem auf sechs Runden angesetzten Kampf gegen Cheikh Abdoul Zongo aus Burkina Faso machte er in der dritten Runde kurzen Prozess und schlug seinen Gegner vorzeitig.

Die Fans in der Halle – und daheim bei der Live-Übertragung in der ARD – sahen den sechsten Knockout von Alexander Hoffmann: 32 Sekunden vor dem Ende der dritten Runde nach 8:28 Minuten und klarer Dominanz.

Für den Herausforderer Cheikh Abdoul Zongo war es die erste Niederlage. Hoffmann diktierte das Duell mit der deutlich besseren Technik und vor allem in der zweiten Runde mit einer Serie von platzierten Treffern. Mit dieser Leistung empfahl sich Alexander Hoffmann für höhere Aufgaben in Richtung eines EM-Kampfes.

Rudolf Hoffmann

Der mit 1,70 Meter zwei Zentimeter kleinere Bruder siegte in Heidelberg gegen Attila Kayabami (Osnabrück, 27. Kampf) einstimmig klar mit 3:0 nach Punkten über die 18 Minuten Kampfzeit und feierte in seinem elften Kampf den zehnten Sieg. Er setzte die klareren Treffer und bestimmte das Geschehen gegen seinen erfahrenen Herausforderer deutlich.

Ein neuer Europameister aus dem Schwarzwald

Die Hauptkämpfe rund um die Hoffmann-Auftritte in Heidelberg hatten es ebenfalls in sich: Im Rahmen des Titelvereinigungskampfes der neuen Dreifach-Weltmeisterin Tina Rupprecht im Atomgericht bei den Verbänden WBO, WBA und WBC gab es einen neuen Sensations-Europameister der EBU im Schwergewicht aus dem Schwarzwald: Labinot Xhoxhaj.

Der als Ersatzgegner gegen den ukrainischen Titelverteidiger und 2,07-Meter-Riesen Oleksandr Zakhozhyi angetretene Lahrer, der mehr als einen Kopf kleiner war, tritt damit in die Fußstapfen von Lennox Lewis, Vladimir und Vitali Klitschko oder des Rottweilers Luan Krasniqi, die diesen Gürtel jeweils auf ihrem Weg zu Weltmeisterschaftskämpfen einheimsten.

Die Krasniqi-Brüder

Neben den Hoffmann-Twins und Kevin Kischenko in den leichteren Gewichtsklassen strebt im Halbschwergewicht WBO-Interkonti-Champion Ardian Krasniqi (28) im nächsten Jahr den nächsten Schritt in Richtung einer WM an.

Sein jüngerer Bruder Arianit Krasniqi (20) dürfte als einer der besten deutschen Amateur-Schwergewichtler demnächst ebenfalls in den Profi-Zirkus einsteigen und kann für Furore sorgen. Zudem stieg mit Adam Devin im Vorprogramm in Heidelberg ein dritter Athlet aus dem Olymp-Boxgym in den Ring.