Auch wenn man es sich derzeit nicht vorstellen kann: Bald eröffnet das Freibad in Rottweil, das Wetter soll super werden – und wir haben uns vorab umgeschaut, was es Neues gibt.
Trotz sieben Grad und leichtem Nieselregen ist Bäderleiter Steven Ulrich beim Rundgang durchs Freibad am Freitag die Vorfreude anzumerken. Und auch der Mann auf dem Rasenmäher, der die Liegewiesen in Form bringt, strahlt: Hier stehen alle Zeichen auf Saisonstart.
„Diesmal haben wir Glück, es soll richtig warm werden“, freut sich Ulrich. In der Tat: Das Freibad eröffnet am Freitag, 22. Mai, und da zeigen die Prognosen momentan geradezu sagenhafte 24 Grad an. Gute Vorzeichen also.
Damit auch sonst alles rundum passt für die Besucher, wird auch der Brückentag genutzt, um alles auf Hochglanz zu bringen. „In den vergangenen Wochen waren fünf Fliesenleger im Einsatz, um alle Frostschäden zu beheben“, berichtet Ulrich. Seit einer Woche sind die Becken nun gefüllt - allein im Schwimmerbereich sind das rund 2000 Kubikmeter - und das Wasser wurde beprobt. Das Gesundheitsamt muss vor dem Start grünes Licht geben.
Neues Nichtraucherschutzgesetz
Die größte Neuerung betrifft zwar nicht den Schwimmbetrieb als solchen, wird aber sicher für Aufmerksamkeit - und einige Diskussionen - sorgen. Ulrich zeigt auf eine blaue Markierung am Boden im Außenbereich des Kiosks. Das verschärfte Landesnichtraucherschutzgesetz greift erstmals in dieser Saison und muss in den Freibädern umgesetzt werden. „Das stellt uns vor Herausforderungen“, sagt Ulrich.
Rauchen ist grundsätzlich verboten
Rauchen ist nämlich in Freibädern nun grundsätzlich verboten. Es können aber Raucherzonen ausgewiesen werden. Das hat man im Rottweiler Bad nun an zwei Stellen getan: Einmal eben vor dem Kiosk, wo im Außenbereich nun der hintere Teil hinter der blauen Linie Raucherbereich ist. Ulrich führt zum zweiten, größeren Bereich: Oberhalb der Wärmehalle wurde „schön im Schatten, unter Bäumen“ ein weiterer Bereich ausgewiesen, abgegrenzt durch ein großes blaues Rechteck.
Regel etwas praxisfern
Bislang galt im Freibad im Bereich des Kinderplanschbeckens ein Rauchverbot, und das habe auch „einwandfrei funktioniert“, sagt Ulrich. Er macht keinen Hehl daraus, dass er die neue Regelung für „ziemlich praxisfern“ hält. „Da hat man sich wohl nicht so viele Gedanken darüber gemacht, wie man das in so einem großen Freibad umsetzen und überwachen soll.“
Wie es läuft, werde nach der Eröffnung nun die Erfahrung zeigen. Nicht zuletzt Vapes würden im Freibad doch auch von vielen genutzt.
Neue UV-Ampel
Neu ist direkt neben der Wärmehalle außerdem eine UV-Ampel, die anzeigt, wie stark der UV-Index ist - und die auch gleich Handlungsempfehlungen gibt. Gleich daneben geht es ebenfalls bunt zu: Wer im Freibad ist, kann sich vor der neuen Selfie-Wand im Graffiti-Style knipsen. „Und dann natürlich das Freibad beim Posten auch verlinken“, schmunzelt der Bäderleiter
Eintrittspreis und Pommes kosten gleich
Und dann gibt es da noch eine gute Nachricht, die Ulrich gerne verkündet: Der Eintrittspreis kann - trotz steigender Energie-, Material- und Personalkosten - gehalten werden. Er liegt weiter bei fünf Euro pro Einzelticket für Erwachsene, ermäßigt bei 3,50 Euro. Und – immer wichtig – auch die Pommes bleiben stabil bei vier Euro.
Die Saisonkarte kostet weiterhin 90 Euro. Diesbezüglich gab es 2025 einen neuen Rekord: 1324 Saisonkarten wurden verkauft, so viele wie noch nie. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist doch auch einfach unschlagbar bei uns“, sagt er und blickt sich im großen Bad um. Zusätzlich schätzen viele den Vorteil, dass man an Tagen mit großem Andrang draußen einfach an der Schlange vorbeigehen kann, um sein Ticket am Automaten abzuscannen.
Saisonkarten im Vorverkauf
Auch diesmal wird es laut Ulrich wieder einen Saisonkarten-Vorverkauf geben: von 19. bis 21. Mai sind die Karten von 12 bis 18 Uhr im Freibad erhältlich.
Damit entzerrt sich schon einmal der Andrang, wenn es dann am 22. Mai richtig losgeht. Ulrich und sein Team - und alle Freibadfans - hoffen natürlich auf einen fabelhaften Sommer. Im vergangenen Jahr hat das Wetter nicht ganz so mitgespielt. Mit der Besucherzahl von 83.560 sein man dennoch zufrieden, betont Ulrich. Aber: „Ein Rekord war es nicht.“ Der stärkste Tag 2025 war übrigens der 29. Juni mit 3683 Badegästen.
Gibt es neue Rekorde?
Ob es diesmal neue Rekorde zu verzeichnen gibt, wird sich nun in den nächsten Monaten erweisen. Wünsche hat Bäderleiter Steven Ulrich zum Schluss des Rundgangs auch noch: „Man sollte aufeinander achtgeben, mit den anderen und auch unseren Mitarbeitern respektvoll umgehen.“ Zudem wünscht er sich und allen Gästen natürlich jede Menge Sonne – und vor allem „eine unfallfreie Saison“.