Ländlich und beschaulich ist die Ortsdurchfahrt Effringen. So soll es nach Willen des Gemeinderats auch bleiben. Foto: Jansen

Um den ländlichen Charakter Effringens zu erhalten und großflächige Werbung zu verhindern, hat der Gemeinderat die Veränderungssperre in der Ortsdurchfahrt erweitert.

Der Gemeinderat Wildberg hat mit einer Enthaltung beschlossen, die „Veränderungssperre“ für die Ortsdurchfahrt Effringen auszuweiten. Das dörflich geprägte Erscheinungsbild mit Kleingewerbe soll so erhalten bleiben.

 

Ursprünglich waren nur zwei Bereiche der Ortsdurchfahrt mit einer Veränderungssperre belegt worden. Doch „weitere Bereiche scheinen möglich, um den Zielen des Bebauungsplans entgegenzulaufen“, erläuterte der Leiter der Bauverwaltung, Till Brieger, in der Gemeinderatssitzung.

Unter den Effringern bestehe die Sorge, dass jetzt nichts mehr verändert werden dürfe, wurde aus dem Gremium geäußert. Dies komme auch durch den Begriff „Veränderungssperre“, der so klinge, als müsse alles immer so bleiben, wie es jetzt gerade ist.

Dem ist nicht so, machte Brieger klar. „Veränderungssperre bedeutet lediglich, dass wir Steuerungsmöglichkeit haben“. Projekte sollen nicht den Bebauungsplänen widersprechen, mit dem Beschluss werde ein Instrument zur Planung geschaffen.

Bürgermeister Ulrich Bünger erklärte außerdem, dass diese Sperre nicht nur eine Beschränkung bedeute. „Das kann auch bedeuten, dass es zusätzliche Baumöglichkeiten gibt, die es anders nicht gab“, meinte er.

Der Ortschaftsrat hatte sich im Vorfeld bereits einstimmig für die Sperre ausgesprochen. Der Gemeinderat stimmte ebenfalls dafür, Stadtrat Edwin Bäuerle enthielt sich.

Werbung auch verkehrsrechtlich relevant

Ins Rollen gebracht hatte die Erweiterung der Veränderungssperre auch der Antrag, bei der kleinen Markthalle eine große, zweiseitige und unbeleuchtete Werbefläche aufzustellen. Der Gemeinderat stimme einstimmig dafür, die Erlaubnis nicht zu erteilen. Nachdem die Veränderungssperre beschlossen wurde, wäre eine solche Werbefläche nicht mehr mit den Vorgaben konform gewesen.

Aber, so Brieger: „Wir sehen da auch verkehrsrechtlich Schwierigkeiten“. Bei der kleinen Markthalle besteht ein Verkehrsknotenpunkt, nicht immer ist die Situation voll übersichtlich. Eine entsprechende Werbeanzeige könnte dies verschärfen, wurde deutlich.