Benni Grams ist leidenschaftlicher Parkour-Athlet. Immer wieder zieht es den Influencer aber auch raus aus den urbanen Dschungeln und rein in die Natur. Sein nächstes Ziel: Schweden. Die Reise startet in Calw. Was er dort vorhat, erzählt er uns im Gespräch.
Mit einem breiten Lächeln steigt Benni Grams in den massigen Ford Ranger. Der Motor brummt mächtig auf, als er mit dem orangenen Pick Up ein Stück nach vorne fährt. Für das, was er vorhat, braucht er etwas mehr Platz. Er steigt aus, macht ein paar Dehnübungen. Dann klettert er auf die Ladefläche des Fahrzeugs, atmet kurz durch und springt einfach los. Den Seitwärtssalto landet er perfekt.
Grams ist leidenschaftlicher Parkour-Athlet, und das fast schon seit 20 Jahren. Angefangen hat alles in seiner Heimatstadt Reutlingen. Seit zehn Jahren ist er bei der TV-Sendung Ninja Warrior Germany zu sehen, gibt Coachings für Kinder, macht Workshops an Schulen. Nachdem es ihn für einige Jahre nach Berlin verschlagen hatte, wohnt er heute wieder in Stuttgart. Zurück in seiner schwäbischen Heimat quasi.
4000 Kilometer bis ans Nordkap
Seine zweite Leidenschaft ist die Natur. Einfach das Fahrrad satteln und sich mit einem Biwaksack durch die Pampa durchschlagen: Das ist seine Definition von Freiheit. Seine letzte Reise ist noch nicht allzu lange her – 4000 Kilometer mit dem Fahrrad durch Norwegen. Bis ans Nordkap.
Seine Reisen filmt er, lädt die Zusammenschnitte auf seinem Youtube-Kanal hoch. Dabei geht es ihm nicht um die extremen Momente. „Ich will die Schönheit der Natur zeigen“, erzählt er, „und wie einfach es ist, Abenteuer zu schaffen.“ Am Ziel anzukommen sei natürlich schön gewesen, die kleinen Momente auf der Reise, all die unerwarteten Dinge, egal ob es am Ende klappt oder nicht, „das macht eine Outdoor-Reise für mich aus“, so der 32-jährige. Ganz nach dem Motto „Der Weg ist das Ziel“.
Reise auf Youtube mitverfolgen
Wieso hat es ihn aber eigentlich nach Calw verschlagen? Diese Frage kann mit dem orangenen Ford Pick Up beantwortet werden. Von hier aus startet er seine nächste Outdoor-Reise, nach Schweden. Das Fahrzeug, geliehen vom Autohaus Walz. Die Hälfte des Wegs will er mit dem Pick Up zurücklegen, bis nach Malmö.
Danach geht es für ihn mit dem Zug und dem Rad weiter. In Schweden angekommen, will Grams an einem Workshop teilnehmen, seine eigene Axt schmieden. Der eigentliche Hauptgrund seines Unterfangens.
Auf dem Weg soll der sportliche Aspekt aber nicht verloren gehen. Trailruns, mindestens 100 Kilometer am Tag mit dem Fahrrad und zum Schluss ein Schlenker durch Stockholm, mit einem Besuch bei der lokalen Parkours-Community. „Der Athlet in mir soll auch zur Sprache kommen.“ Auch diese Reise will er auf seinem Youtube-Kanal festhalten.
Calw als Spielplatz
Marc Walz vom Autohaus sei von der Idee begeistert gewesen. Der erste Kontakt sei über das Hula-Hoop- und Pole-Dance-Studio von nebenan zustande gekommen, erzählt er.
„Ich bin selbst ein riesiger Sportfan, und Ninja Warrior Germany ist so die einzige Sendung, die ich im Fernsehen schaue.“ Es habe einfach alles gepasst. „Gedanklich bin ich solche Reisen auch schon durchgegangen“, so Walz, „deswegen wollte ich den jungen Kerl auch unterstützen.“
Viel Zeit, um Calw zu erkunden bleibt aber nicht – für Grams geht es mit dem Pick Up gleich Richtung Schweden, alle Taschen gepackt. Die Stadt kenne er aber noch von früheren Besuchen ganz gut. Die Altstadt sei zwar ganz schön, doch ein Parkour-Athlet gehe natürlich mit ganz anderen Augen durch die Straßen.
Geländer, Brücken, Mauern – auf den ersten Blick lade Calw auf jeden Fall zum Springen ein. „Die Stadt fühlt sich schon wie ein kompletter Spielplatz an“, scherzt er. Vielleicht bietet sich ja doch bald die Möglichkeit für eine Parkour-Session in der Hesse-Stadt. Im Juli ist Grams wieder zurück in Calw. Im Sportstudio „Reaching the Sky“ will er einen Ninja-Kurs für Kinder anbieten.