Seit einem Jahr gibt es in Niedereschach das Trauercafé „Licht und Schatten“, das Betroffenen, die mit Verlusten zu kämpfen haben, eine wichtige Anlaufstelle bietet. Jeden letzten Dienstag im Monat treffen sich Trauernde im Moritzstüble.
Vor einem Jahr ist das Trauercafé „Licht und Schatten“ in Niedereschach gestartet. Ins Leben gerufen haben das Angebot Gemeindereferent und Trauerbegleiter Michael Käfer, Trauerbegleiterin Monika Weißer und Ina Fitzner (Bestattungen Hafa). Inzwischen hat sich das Trauercafé zu einem für Betroffene, die einen geliebten Menschen verloren haben, nicht mehr wegzudenkenden und stark genutzten Angebot entwickelt.
Jeden letzten Dienstag im Monat, immer von 15 bis 17 Uhr, sind dabei alle Betroffenen eingeladen, im von der katholischen Kirchengemeinde zur Verfügung gestellten Moritzstüble unterhalb der katholischen Kirche direkt neben dem Katharinensaal, in einer Atmosphäre verständnisvollen Miteinanders, mit dabei zu sein.
Konfession spielt dabei keine Rolle
Die Konfession spielt keine Rolle. Eine Anmeldung ist nicht notwendig und keiner muss seinen Namen nennen oder seine ganz persönliche und individuelle Geschichte erzählen. Wer möchte, kann einfach nur da sein und sich in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen verwöhnen lassen oder findet offene Ohren für die eigenen Gefühle und Gedanken.
Ein thematischer Impuls mit Fragerunde, wie nun zum Thema „Weihnachten in der Trauer“ rundet den Nachmittag ab.
Die Themenvielfalt an den Nachmittagen ist breit gefächert und reicht von der ersten Trauerphase, bis hin zum ersten Urlaub nach dem Tod des Partners, Bestattungsmöglichkeiten und Grabarten, der Trauer in anderen Kulturen, der Trauer an anderen Orten und Erinnerungen. „Wir sind jedes Mal überrascht, wie schnell die zwei Stunden vorüber sind“, betonen Käfer, Weißer und Fitzner im Einklang.
Trauerbegleiter unterliegen der Schweigepflicht
Auf Wunsch bieten die drei ausgebildeten Trauerbegleiter, die im Übrigen der Schweigepflicht unterliegen, zur Aufarbeitung der Trauer, auch Einzelgespräche an. Einer der immer mit dabei ist, ist Weißers Hund „Pancho“, der ein unglaubliches Gespür dafür hat, wem seine Nähe gerade guttut und jede Stimmung aufgreift.
Wer mehr Informationen benötigt kann sich unter der Telefonnummer 01590/6 38 91 87 oder per E-Mail unter Michael.Kaefer@kath-andereschach.de bei Michael Käfer melden.