Eine neue Fahrradgarage soll am HHB-Haltepunkt in Ostelsheim entstehen. Unerwartete Probleme vor Ort führten zu einer Planänderung – und deutlichen Mehrkosten.
Am Haltepunkt der Hermann-Hesse-Bahn (HHB) in Ostelsheim wird eine Fahrradsammelgarage errichtet. Der Standort sollte ursprünglich beim Aufgang zum Haltepunkt sein.
Das ist nicht möglich, weil dort das Gefälle zu groß ist. Zudem steht eine Straßenlaterne im Weg, die jedoch nicht verschoben werden kann, weil in dem Bereich viele Kabel im Erdreich verlegt sind. Und die Straßenlaterne vor der Fahrradgarage würde deren Nutzung erschweren.
Also wird der Standort auf die gegenüberliegende Straßenseite ans westliche Ende des Schaugartens vom Obst- und Gartenverein (OGV) verlegt.
Dort war einst eine zweite Fahrradgarage geplant, der Platz wurde jedoch nicht entsprechend befestigt und vorbereitet.
Mehrkosten sparen
Die Mehrkosten für den nun notwendigen Standort-Wechsel hat das Ingenieurbüro Henne auf 13 000 Euro für eine Beton-Bodenplatte und auf 22 000 Euro, jeweils brutto, für Erdarbeiten, Pflasterbelag und Kabelverlegung geschätzt inklusive der Verlegung beziehungsweise Erneuerung des OGV-Gartenzauns.
Der Verwaltung waren diese Mehrkosten von 35 000 Euro zu hoch, das Büro Henne sollte eine günstigere Variante planen und berechnen.
Durch Einzelfundamente werden Kosten gespart
Statt einer Betonplatte werden jetzt Einzelfundamente gesetzt und die Fläche asphaltiert, Kosten hierfür 27 000 Euro brutto.
Den Auftrag für die Arbeiten zu diesem Preis hat der Gemeinderat mehrheitlich als Zusatzauftrag an die schon im Bereich Haltepunkt tätige Firma Karl Roth Straßen- und Tiefbau aus Herrenberg vergeben, Klaus Richter stimmte dagegen.
Gemeinderat Jürgen Hoffmann fragte, wie die Fahrradgarage, in der besonders teure E-Bikes sicher untergestellt werden können, ausgestaltet und zu nutzen ist.
Mit Zugang per App
Buchung und Zugang sind per App möglich, innen sind die einzelnen Fahrradständer mit Schiebetüren gesichert, erläuterte Kämmerer Fabian Dieringer.
Es ist das gleiche System wie an den anderen Haltepunkten der HHB, ergänzte Bürgermeister Ryyan Alshebl. „Mir gefällt, dass die Verwaltung darauf schaut, Kosten zu reduzieren.“ lobte Gemeinderatsmitglied Stefan Wannenmacher.