Zwei Tote: Bluttat in Offenburg - diese Fragen sind noch offen

Nach Schüssen in einem Wohngebiet gilt einer der beiden toten Menschen als Tatverdächtiger.
Philipp von Ditfurth/dpa- Zwei Tote nach Schüssen in Offenburg – mutmaßlich tötete ein 33-Jähriger seine Ex und sich.
- Polizei fand den Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit und eine 36-jährige Ukrainerin.
- Beziehung war vor Monaten beendet, es gab Anzeigen wegen Beleidigung, übler Nachrede und Stalking.
- Zwei Schusswaffen sichergestellt: eine im Auto, eine nahe dem Tatort, Herkunft wird ermittelt.
- Motiv und möglicher Streit vor den Schüssen sind unklar, Kripo bittet Zeugen um Hinweise.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ein 33-Jähriger erschießt in Offenburg mutmaßlich seine Ex-Freundin und dann sich selbst. Nach der Bluttat in einem Wohngebiet im Nordosten der Stadt sind mehrere Fragen noch offen.
Am Montagmorgen gegen 8.00 Uhr gingen bei der Polizei mehrere Notrufe ein, weil Anwohner Schüsse gehört hatten. In der Hofeinfahrt eines Wohnhauses in der Händelstraße fanden die ausgerückten Streifen schließlich einen toten Mann mit türkischer Staatsangehörigkeit sowie eine schwer verletzte 36-jährige Ukrainerin, die wenig später im Krankenhaus starb.
Tatverdächtiger nicht vorbestraft, aber polizeibekannt
Nach aktuellem Ermittlungsstand soll der 33-Jährige am Morgen zum Wohnort seiner früheren Partnerin gekommen sein. Dort habe er sie und dann sich selbst erschossen. Die beiden hatten demnach eine Beziehung, die vor mehreren Monaten endete. Danach soll es laut Polizei unter anderem zu gegenseitigen Anzeigen wegen Beleidigung, übler Nachrede und Stalking gekommen sein. Der Mann war der Polizei deshalb bekannt, ohne jedoch vorbestraft zu sein.
Warum der Tatverdächtige sich mutmaßlich dazu entschlossen hat, seine Ex-Freundin zu töten, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Unklar ist auch, ob es vor den Schüssen eine Auseinandersetzung zwischen den beiden gab. Die Polizei stellte nach eigenen Angaben zwei Schusswaffen sicher - eine im Auto des Tatverdächtigen und eine weitere in der Nähe des Tatorts. Woher der 33-Jährige die beiden Waffen hatte, müsse ermittelt werden.
Kriminalpolizei bittet um Hinweise
Solche Gewaltverbrechen werden auch als Femizid bezeichnet. Femizid bedeutet, dass Frauen aufgrund ihres Geschlechts getötet werden - also weil sie Frauen sind. Als häufigste Form gilt die Tötung von Frauen durch Partner oder Ex-Partner.
Die Kriminalpolizei Offenburg wertet weiterhin Spuren vom Tatort aus und bittet um Hinweise von Zeugen, die den Mann möglicherweise im Vorfeld der Tat gesehen haben.
