Wann kommt der Sommer?: Das sind die Wetteraussichten für den August in der Region

Regen steht in der Region zurzeit auf der Tagesornung. Doch bleibt das Wetter auch im August so unbeständig? (Symbolfoto)
Karl-Josef Hildenbrand/dpaEndlich stehen auch in Baden-Württemberg und Bayern die Sommerferien vor der Tür - das sommerliche Wetter lässt jedoch weiterhin auf sich warten. Doch wie lange noch? Können sich Schüler und Eltern auf Freibad-Besuche, Grillabende und Eisessen freuen oder fallen die Sommerferien buchstäblich ins Wasser?
Das haben wir den Diplom-Meteorologen Dominik Jung gefragt. Er ist der Geschäftsführer des privaten Wetterdienstes „Q.met“. „Aktuell sorgt eine festgefahrene Wetterlage mit feuchter und labiler Luftmasse für häufige Regenfälle und dichte Bewölkung. Auch wenn die Temperaturen annähernd sommerlich sind, fehlt durch die anhaltende Wolkenbedeckung das typische Sommerwetter mit viel Sonnenschein“, erklärt er.
Doch ganz schlecht seien die Aussichten nicht: „In den kommenden Tagen deuten einige Wettermodelle auf eine allmähliche Stabilisierung der Lage hin, insbesondere zum Monatswechsel. Dann könnte sich ein Zwischenhoch durchsetzen, was trockeneres und freundlicheres Wetter bringen würde“, sagt der Diplom-Meteorologe. Jedoch betont er auch, dass eine Rückkehr zu beständigem Sommerwetter derzeit noch nicht sicher absehbar sei.
Deshalb regnet es zurzeit so oft
Grund für den vielen Regen in den vergangenen Tagen sei „eine Großwetterlage mit Tiefdruckeinfluss über Mitteleuropa“, weiß Jung. Diese bringt wiederholt feuchte Luftmassen in die Region. Durch sogenannte Hebungsvorgänge, die durch die Mittelgebirgslage des Schwarzwaldes begünstigt werden, kommt es dann zu länger anhaltendem Regen.
„Zusätzlich sorgen eingelagerte Tiefausläufer und Schauerlinien für wiederholte Regenphasen. Die Gesamtlage ist derzeit blockiert, das heißt: Hochdruckgebiete können sich nicht nachhaltig durchsetzen, wodurch die regenreiche Witterung bestehen bleibt“, erklärt der Diplom-Meteorologe.
Starkregen und kurzfristige Überschwemmungen sind nicht ausgeschlossen
Schlimmere Unwetter seien jedoch nicht zu erwarten. Zwar ist laut Jung Starkregen möglich - insbesondere bei langsam ziehenden Schauern oder Gewittern. Durch diesen könne es auch zu kurzfristigen Überschwemmungen oder kleinräumigen Überflutungen kommen, weil die Böden durch den vielen Regen der vergangenen Tage bereits gesättigt seien. „Schwere Unwetter im klassischen Sinne – etwa mit großflächigem Hagel oder schweren Sturmböen – sind in dieser Wetterphase jedoch weniger wahrscheinlich, können aber lokal nicht ausgeschlossen werden.“
Generell seien genaue Einschätzungen natürlich stark von der tagesaktuellen Entwicklung abhängig, betont der Diplom-Meteorologe. Deshalb sei es ratsam, das Wetter und vor allem mögliche Warnungen im Blick zu behalten – und vielleicht entdeckt man in der Wetter-App dabei zwischen den vielen Regenwolken-Symbolen auch mal eine gelbe Sonne.