Krokodil würgt Plastik aus
: Tierrechtsorganisation Peta kritisiert mangelnde Sicherheitsvorkehrungen in der Wilhelma

Nachdem ein Besucher in der Stuttgarter Wilhelma gesehen und gefilmt hat, wie ein Leistenkrokodil Plastikmüll herauswürgt, melden sich Tierrechtler zu Wort.
Von
Iris Frey
Stuttgart
Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen in der Krokodilhalle der Wilhelma und verlangt Verbesserungen. Die Wilhelma will die Beschilderung ergänzen.

Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen in der Krokodilhalle der Wilhelma und verlangt Verbesserungen. Die Wilhelma will die Beschilderung ergänzen.

Iris Frey
  • Peta kritisiert Sicherheitsvorkehrungen in der Krokodilhalle der Wilhelma.
  • Auslöser war ein Leistenkrokodil, das Schnuller und Plastik wieder ausspuckte.
  • Ein Besucher meldete den Vorfall am 5. Juli und zeigte Videoaufnahmen.
  • Die Wilhelma beobachtete das Tier – laut Zoo bestand keine Gesundheitsgefahr.
  • Der Zoo will Besucher stärker sensibilisieren und die Beschilderung anpassen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nachdem ein Leistenkrokodil in der Wilhelma Plastikmüll von Besuchern herausgewürgt hat, fordert die Tierrechtsorganisation Peta Konsequenzen: Sie kritisiert die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen und hat eigenen Angaben zufolge das Amt für öffentliche Ordnung und  Tierschutz der Stadt Stuttgart angeschrieben. „Dass ein Krokodil offenbar Schnuller, Plastikverpackungen und weitere Gegenstände verschluckt hat, ist ein alarmierendes Zeichen für die Risiken, denen Tiere in Zoos ausgesetzt sind“, erklärt Biologin Yvonne Würz, Peta-Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche. Eine Haltungsform, die Tiere solchen Gefahren aussetze, sei unverantwortlich. Peta mahnt zumindest bessere Sicherheitsmaßnahmen für das Krokodil-Gehege an.

Ein 35-jähriger Familienvater aus München hatte kürzlich mit seinem Sohn und seiner Frau beobachtet, wie ein Leistenkrokodil Schnuller und anderen Plastikmüll über das Maul ausschied. Der Besucher war am 5. Juli privat im Stuttgarter Zoo und hatte die Wilhelma von dem für ihn „schockierendem Erlebnis“ unterrichtet. Die Wilhelma hatte daraufhin das Tier beobachtet und keine Gesundheitsgefährdung festgestellt.

Dem Besucher hatte der Zoo eine Woche später geantwortet, dass es leider hin und wieder vorkomme, dass Plastikgegenstände in die Becken der Krokodilhalle gelangten, in den meisten Fällen unbeabsichtigt. Das weibliche Leistenkrokodil neige dazu, diese Gegenstände aufzunehmen, heißt es in dem Schreiben. Das habe der Zoo auch schon in der Vergangenheit festgestellt. „Natürlich sind auch wir deswegen in Sorge, da insbesondere große und scharfkantige Plastikteile bei dem Tier zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können“, heißt es in der Antwort an den Besucher weiter.

Zoo will die Besucher zusätzlich mit Schildern sensibilisieren

Im Normalfall werde Unverdauliches aber von Krokodilen als natürliche Reaktion des Körpers wieder hervorgewürgt, so auch in diesem Fall. Das Krokodil sei im Nachgang intensiv beobachtet worden und die Verantwortlichen seien sich sicher, dass es dem weiblichen Tier gut gehe. Der Zoo kündigte an, zusätzlich die Besucher zu sensibilisieren und die Beschilderung in der Krokodilhalle anzupassen.

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