Grenzkontrollen im Südwesten
: Unerlaubte Einreisen über Baden-Württembergs Landgrenzen stark gestiegen

Seit Januar 2021 hat die Bundespolizei in Baden-Württemberg tausende unerlaubte Einreisen registriert. An welcher Grenze besonders viele Menschen zurückgewiesen werden.
Von
alp
Stuttgart

Polizeibeamte weisen einen Mann zurück und begleiten ihn zur französischen Grenze (Archivfoto).

Marius Bulling/onw-images/dpa

Seit Januar 2021 hat die Bundespolizei einen deutlichen Anstieg unerlaubter Einreisen über die Landgrenzen Baden-Württembergs verzeichnet. Laut den am Montag veröffentlichten aktuellen Zahlen der Bundespolizeidirektion Stuttgart gab es im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 31. August 2025 insgesamt 43.822 unerlaubte Einreisen über die Schweizer Grenze und 20.691 über die französische Grenze.

Ein besonders markanter Anstieg der Zahlen wurde seit der Wiedereinführung der Binnengrenzkontrollen am 16. September 2024 festgestellt. In diesem Zeitraum registrierte die Bundespolizei insgesamt 13.852 unerlaubte Einreisen, davon 7.337 an der Schweizer Grenze und 6.515 an der französischen Grenze. Zudem wurden 12.200 Personen im Zusammenhang mit illegalen Grenzübertritten zurückgewiesen oder zurückgeschoben.

Die Bundespolizei veröffentlichte am Montag die aktuellen Zahlen zur unerlaubten Einreise über die Landgrenzen Baden-Württembergs

Foto: Bundespolizeidirektion Stuttgart

Die unerlaubten Einreisen zeigen einen deutlichen Anstieg seit 2021.

Foto: Bundespolizeidirektion Stuttgart

Maßnahmen zur Eindämmung illegaler Migration

Von den 12.200 Personen, die im Zusammenhang mit unerlaubten Einreisen an den Grenzen zu Frankreich und der Schweiz aufgegriffen wurden, wurden 11.863 unmittelbar an der Grenze zurückgewiesen. An der Schweizer Grenze gab es 7.298 Zurückweisungen, an der französischen Grenze 4.565. Bei den Kontrollen wurden zudem 337 Personen zurückgeschoben, davon 59 an der Schweizer und 278 an der französischen Grenze.

Zusätzlich wurden 534 Personen, die eine Wiedereinreisesperre für Deutschland hatten, an der Grenze an der Einreise gehindert. Davon wurden 198 Personen an der Schweizer Grenze und 336 an der französischen Grenze gestoppt.

Im Zeitraum vom 8. Mai 2025 bis zum 31. August 2025, in dem verschärfte Regelungen des Asylgesetzes zur Anwendung kamen, registrierte die Bundespolizei weitere 4.916 unerlaubte Einreisen. In diesem Zeitraum wurden insgesamt 4.663 Personen zurückgewiesen oder zurückgeschoben. Davon entfielen 2.419 auf die Schweizer Grenze und 2.120 auf die französische Grenze. Von den 4.539 Zurückweisungen waren 200 Personen gemäß § 18 Abs. 2 Nr. 1 Asylgesetz betroffen. An der Schweizer Grenze wurden 168 Personen und an der französischen Grenze 32 Personen gemäß dieser Regelung die Einreise verweigert.

Beamte nehmen 92 mutmaßliche Schleuser fest

Zudem wurden 124 Personen zurückgeschoben, davon 18 an der Schweizer und 106 an der französischen Grenze. 61 Personen aus vulnerablen Gruppen stellten ein Asylgesuch, davon 34 an der Schweizer und 27 an der französischen Grenze.

Darüber hinaus wurden 189 Personen mit einer Wiedereinreisesperre für Deutschland an der Grenze gehindert. An der Schweizer Grenze betraf dies 82 Personen, an der französischen Grenze 107 Personen. Zudem nahmen die Beamten 92 mutmaßliche Schleuser fest, davon 33 an der Schweizer Grenze und 59 an der französischen Grenze. Insgesamt wurden 486 strafprozessuale Festnahmen durchgeführt, davon 235 an der Schweizer und 251 an der französischen Grenze.

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