Es drohen bis zu 50.000 Euro Bußgeld: Diese Regeln gelten für die Nutzung von Laubbläsern

Wer einen Laubbläser benutzt, sollte genau auf die Uhr schauen. (Symbolfoto)
dpa-tmn/Marcus BrandtWie Schnee im Winter müssen Grundstücksbesitzer auch Laub von Gehwegen räumen, um Rutschgefahr zu vermeiden. Laubbläser sind dabei jedoch nicht das Mittel der ersten Wahl. Mit einer Lautstärke von bis zu 110 Dezibel stellen sie oft eine Lärmbelästigung dar.
Daher ist die Nutzung der Geräte in der Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes streng geregelt. Sie dürfen nur werktags zwischen 9 und 13 Uhr und nochmals von 15 bis 17 Uhr verwendet werden.
Eine Ausnahme dieser Regelung stellen Laubbläser dar, die das europäische Umweltzeichen tragen. Diese haben in der Regel einen elektrischen Motor und sind somit leiser. Sie dürfen an Werktagen von 7 bis 20 Uhr durchgängig verwendet werden.
Welche Strafen drohen?
Wer sich nicht an die angegebenen Zeiten hält, kann wegen Lärmbelästigung angezeigt werden. Die konkreten Geldstrafen hierfür können die Kommunen selbst festlegen, es kann allerdings ein Bußgeld bis zu 50.000 Euro fällig werden. Wer alternativ der Räumpflicht nicht nachkommt, muss laut Bußgeldkatalog in Baden-Württemberg mit einem Bußgeld bis zu 500 Euro rechnen.
Was tun mit dem Laub?
Hat man das Laub nun aber von den Gehwegen entfernt, stellt sich die nächste Frage: Was tut man damit? Entsorgt werden kann das Laub in der Regel bei Grüngutsammelstellen oder Wertstoffhöfen. In geringen Mengen darf Laub auch in die hauseigene Biotonne. Allerdings können die Blätter auch vielfältig weiterverwendet werden. Optionen hierfür liefert Florian Würth, Pressesprecher des Landratsamtes Ortenau.
Das Laub kann laut Würth zum Beispiel dem Komposthaufen zugegeben werden, wodurch dieser über den Winter besser durchmischt wird. Alternativ könnten Beete damit abgedeckt werden, sie seien so vor Bodenerosion und Verschlämmung geschützt, so Würth. Außerdem könnten Kleinlebewesen in der Laubschicht gut überwintern, welche im Frühjahr das Bodenleben wieder aktivieren.
Des Weiteren freuen sich laut dem Pressesprecher auch Igel über die Blätter. Für ihren Winterschlaf brauchen sie einen Unterschlupf. „Wer den Igeln Gutes tun will, der schichtet einen großen, dichten Laubhaufen in einer ruhigen Ecke des Gartens auf“, erklärt Würth. Das sei meist völlig ausreichend.