Titisee-Neustadt
: Vom See, der die Stadt verschluckte

Bei den Jostäler Freilichtspielen gibt es im Juli und August "Der Untergang von Guta" zu sehen.
Von
Schwarzwälder-Bote
Oberndorf
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Ein sprichwörtlich sagenhaftes Schauspiel erwartet die Besucher ab Mitte Juli an der Öhlermühle in Titisee-Neustadt.

Veranstalter

Titisee-Neustadt - Es gibt eine alte Sage, der zufolge am Grunde des Titisees eine reiche Stadt liegt, deren Bürger für ihre Respektlosigkeit gegenüber der Natur bestraft wurden. Diese Geschichte greifen in diesem Sommer die Jostäler Festspiele auf.Vor 900 Jahren wurde der Titisee erstmals urkundlich erwähnt. Zum Jubiläum des größten Sees im Schwarzwald greifen nun die Jostäler Freilichtspiele mit dem Drama "Der Untergang von Guta" die Sagen um die Entstehung des 845 Meter hoch gelegenen Titisees auf.

Der Sage nach war Guta eine Stadt, deren Bürger durch Reichtum und Macht verdorben waren. Auf die Natur und ihre Geheimnisse nahmen sie keine Rücksicht: Um den Profit zu steigern, wollten sie sogar ein Moor trocken legen und einen alten Eichenwald fällen. Alle Warnungen der Natur- und Elementargeister schlug die Bevölkerung in den Wind. Lediglich ein Liebespaar und ein Narr respektierten die Zeichen. Ihnen gelang es, sich und die Kinder zu retten, bevor der riesige See die Stadt verschluckte.

Mehr als 100 Laiendarsteller setzen zum Jubiläum das Drama mit ironischen Anspielungen auf die Jetztzeit in Szene. Seit 1987 inszeniert die Chorgemeinschaft MGV Titisee/Eckbach-Jostal mit ihren Jostäler Freilichtspielen historische Ereignisse und Sagen aus dem Hochschwarzwald. Ganze Familien aus den vier Tälern Titisees spielen mit, Alteingesessene und Zugereiste mimen Baum- und Erdgeister, Waldwiibli und Urseehexe, Bürgermeister und Stadträte, Holzknechte und Marktbesucher.

"Der Untergang von Guta" wird an den Wochenenden 23./24. und 30./31. Juli sowie 6./7. und 13/14. August jeweils samstags und sonntags ab 20 Uhr an der Öhlermühle in Jostal-Schildwende aufgeführt. Geparkt werden kann am Wanderparkplatz am Abzweig zum ersten Seitental. Zur Öhlermühle führt ein 30-minütiger Fußweg. Auch ein Shuttlebus pendelt jeweils von 18 bis 19.30 Uhr zum Veranstaltungsort, für alle anderen Verkehrsteilnehmer ist der Weg gesperrt.

Der Eintritt kostet für Erwachsene 16 Euro, für Jugendliche bis 16 Jahre 9 Euro. Karten gibt es bei allen Tourist-Infos im Hochschwarzwald und unter Telefon 07651/12 06 80 80.

Einen Flyer mit der Anfahrtsbeschreibung zum Spielort gibt es bei www.jostaeler-freilichtspiele.de und bei der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, Freiburger Straße 1 in Hinterzarten, Telefon 07652/12060.

Weitere Informationen:

www.hochschwarzwald.de