Der Franzose Francois Place hat gestern das Europacup-Rennen im Skicross beim WSV Ebingen gewonnen. Einen Doppelsieg feierte Alexandra Edebo aus Schweden. Sie hatte die Konkurrenz auch am Samstag hinter sich gelassen.

"Im vergangenen Jahr bin ich noch Ski Alpin gefahren. Deshalb bin ich umso glücklicher, dass es gerade so gut läuft" freute sich Francois Place, der sich nicht nur gestern den Europacup-Sieg sicherte, sondern bereits am Samstag eine starke Leistung gezeigt und den vierten Platz klar gemacht hatte. Da aber habe er im finalen Heat einen schlechten Start erwischt. Dafür sei es nun perfekt gelaufen. "So ist dieser Sport. Alles kann passieren", sagte der Franzose, der sich auch für seinen Landsmann, den zweitplatzierten Youri Duplessis Kergomard, freute. Als Dritter durchfuhr der starke Österreicher Robert Winkler die Lichtschranke. "Am Samstag lief es einfach super, aber auch heute bin ich sehr zufrieden. Ich hatte die Bestzeit in der Qualifikation, bin gestern Erster und heute Dritter geworden. Ich denke, da kann man nicht meckern", sagte Winkler, der beim Rennen am Samstag vor Duplessis Kergomard und dem Schweizer Bryan Zooler den Sieg klar gemacht hatte.

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Vierter wurde David Mobaerg aus Schweden, dessen Bruder Eric siegreich aus dem kleinen Finale hervorging und somit vor Maximilian Linninger (Österreich), Morgan Guipponi Barfety (Frankreich) und Sandro Siebenhofer (Österreich) auf Rang fünf fuhr.

Deutsche Teilnehmer verabschieden sich früh

Weniger gut lief es gestern für die deutschen Skicrosser. Marzellus Renn war am Längsten dabei. Im Viertelfinale bekam er es mit Winkler, dem ebenfalls starken Siebenhofer sowie dem Kanadier Mathieu Leduc zu tun, schaffte es aber nicht mehr unter die Top Zwei. Am Samstag mussten die deutschen Europacupfahrer die Segel noch früher streichen. Für Marzellus und Cornel Renn, Tobias Baur sowie Johannes Denner war der Wettbewerb nämlich nach den Achtelfinals zu Ende. Ganz unzufrieden war Dennis vom Brocke, Skicross-Trainer beim DSV, dennoch nicht: "Die Gesamtperformance über die Saison gesehen stimmt. Außerdem haben unsere Nachwuchsleute an diesem Wochenende gute Leistungen gezeigt. Die Etablierten sind jedoch etwas unter den Erwartungen geblieben."

Kein besseres Wochenende hätte sich Alexandra Edebo wünschen können. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag fuhr die Schwedin allen davon. Neben der Freude über ihre Leistung fand die Doppelsiegerin lobende Worte für die Strecke: "Die Piste ist, vor allem in Anbetracht der schneearmen Umstände, sehr gut gebaut." Ihrer Einschätzung nach wäre am Skilift Degerwand gar ein Weltcup-Rennen im Sprint denkbar. Ebenfalls richtig gut präsentierten sich Nicole Frei und Talina Gantenbein, die es gestern auf Rang zwei und drei schafften.

Nachdem Frei am Samstag auf dem vierten und Gantenbein ebenfalls auf dem dritten Platz gelandet waren, zählten die beiden Schweizerinnen gestern zu den Favoritinnen. Für kurze Aufregung auf und neben der Piste hatte das kleine Finale der Damen gesorgt. Nach einem Sturz von Laury Marullaz musste der Lauf ohne die verletzte Französin wiederholt werden. Im sogenannten Re-Run überquerte Abby McEwen aus Kanada als erste die Ziellinie und sicherte sich Platz fünf. Sechste wurde die Schweizerin Zoe Cheli, dicht gefolgt von Celia Funkler, die den Europacup als beste Deutsche auf Rang sieben beendete. Am Samstag war Melina Robl beste DSV-Läuferin. Sie schied im Viertelfinale aus.