Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey, hey – von ganz oben grüßen die Oberliga-Kicker der TSG Balingen nach dem zwölften Spieltag in der Oberliga Baden-Württemberg.

Denn während einige Konkurrenten strauchelten – der bisherige Tabellenführer unterlag bei der TSG Backnang 0:1, der Bahlinger SC verlor beim SGV Freiberg 0:2 – erfüllten die Eyachstädter ihre Aufgabe gegen Schlusslicht Weinheim mit einem 3:1-Erfolg und zogen so in der Tabelle an den Nullachtern vorbei.

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Dennoch war der Balinger Cheftrainer Ralf Volkwein bei seiner Analyse in der Pressekonferenz nicht ganz zufrieden. "Wir waren zu Beginn zwar dominant, aber unser Passspiel war zu schlecht. Zudem hatten wir neben dem Elfmeter drei klare Situationen, in denen wir aber die falsche Entscheidung getroffen haben.

Wenn ich vorne mitmischen will, muss ich solche Dinger machen", mahnt der 44-Jährige, "Am kommenden Wochenende beim Bahlinger SC und danach gegen Ravensburg dürfen wir uns solche Dinger nicht leisten. Da müssen wir wacher und konsequenter sein, und effizienter sein."

"Wir haben uns das Leben selbst ein wenig schwer gemacht", resümiert Mittelfeldspieler Marc Pettenkofer, der mit dem 3:0 für die Entscheidung sorgte. "Wenn wir die Chancen im ersten Durchgang besser genutzt hätten, dann hätten wir das Spiel schon viel früher entscheiden können. Aber insgesamt gesehen war es ein verdienter Sieg."

Der 23-Jährige freut sich auf das Namensvetter-Duell am kommenden Samstag beim Bahlinger SC, bei dem die TSG als Tabellenführer an den Kaiserstuhl fährt. "Beide Mannschaften sind gut drauf derzeit. Wir werden aber das Spiel so angehen, wie jede andere Partie. Wir werden alles reinhauen, und dann sehen wir, was am Ende dabei heraus kommt."

Knapp seinen zweiten Saisontreffer verpasst hatte Matthias Schmitz, der nach einem Freistoß von Kaan Akkaya das Leder an den Pfosten köpfte. "Wir hätten unsere Möglichkeiten noch besser ausspielen und insgesamt fünf, sechs Tore schießen können", zeigt sich der 24-Jährige selbstkritisch. Der Balinger Innenverteidiger blickt der Partie beim Bahlinger SC mit Optimismus entgegen. "Wir sind eine super Mannschaft in dieser Saison. In jedem Spiel ist ein Sieg für uns drin. Gegen uns ist es für die Gegner immer eklig zu spielen. Das wird dann auch der Bahlinger SC merken."

Ohne Tor gegen Weinheim blieb Goalgetter Patrick Lauble. Doch der flinke Stürmer holte den Elfmeter heraus, der zum 1:0 führte. "Das war jetzt sicher nicht unser bestes Spiel. Wir haben uns zwar viele Chancen heraus gespielt, aber im Abschluss hat die Genauigkeit gefehlt. Aber im Endeffekt hat es gereicht, weil wir hinten gut gestanden sind und kaum etwas zugelassen haben. Jetzt fahren wir zum Bahlinger SC. Für mich ist das etwas Besonderes, denn ich war noch nie Tabellenführer mit der TSG. Aber der erste Platz ist nur eine Momentaufnahme, die wir beim BSC bestätigen müssen."

Gastgeber Bahlinger SC ist nach überragendem Saisonstart zuletzt etwas ins Straucheln geraten. Nach der 0:6-Heimpleite gegen den SV Oberachern und dem 1:2 beim SGV Freiberg wurden die Kaiserstühler von Rang eins auf Platz vier durchgereicht. Damit steht das Higl-Team im Duell gegen schwäbischen Namensvetter schon etwas unter Zugzwang, wenn es weiter ganz vorne mitmischen will.