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Rottweil Mehrheit befürwortet neue JVA

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Bei der Gründungs-Versammlung des Forums "Perspektiven Rottweil" melden sich viele Bürger zu Wort. Foto: Schickle

Rottweil - Das Bürgerforum Perspektiven Rottweil hat sich formiert. Zumindest in Sachen JVA ist die Tendenz klar: Die Mehrheit der neuen "Mitmacher" befürwortet das geplante Gefängnis. Prinzipiell soll gelten: Argumente austauschen und sachlich diskutieren, um die beste Lösung zu finden.

So offiziell es eben geht für eine Gruppierung engagierter Bürger – und mehr soll es zumindest formal bis auf Weiteres nicht sein – ist gestern Abend das neue Bürgerforum Perspektiven Rottweil (Bürgerforum PRo) im Refektorium des Kapuziners gegründet worden. Das Interesse an der Veranstaltung war groß: Gut 80 Personen dürften es gewesen sein, die sich anhören wollten, was die Initiatoren zu sagen haben.

Das Logo soll das Kernanliegen transportieren: ein Kreis, zusammengesetzt aus farbigen Einzelteilen; in der Mitte ein R, durch die Farbgebung wird das P, das drinsteckt, betont. Die Perspektiven nämlich für Rottweil und die unterschiedlichen Ansichten, die im Forum aufeinandertreffen. Das dem tatsächlich so ist, zeigte sich gestern.

Ruth Steinhilber, die wie Henry Rauner von den Anwesenden als Sprecher bestätigt wurde, formulierte es so: Beim Bürgerforum wollen aktive und engagierte Bürger sich offen und konstruktiv in das künftige Geschehen einbringen. Die Idee zu solch einer Gruppierung hatten Rauner, Christine Schellhorn, Hermann Breucha und Alfons Bürk. Am 12. August trafen sie sich mit weiteren Interessierten, insgesamt 22 Personen, in der Folge kam es zur gestrigen Veranstaltung.

Dabei hielt Architekt Alfons Bürk einen Vortrag. Er blickte auf regionale Projekte von der Historie zur Moderne. Bürk sprach über die enorme Entwicklung der Stadt von den Römern bis zur Mittelalter und von einer Mauer, die Rottweil seither umgab – Veränderungen blieben außen vor. "Dieses Stadium ist heute durchbrochen mit einem ganz großen Turm." Mit Bürgerbeteiligung und Sachverstand sei aus bloßen Aufzugschächten der Turm geworden, wie er heute ist. Seine Empfehlung für die Zukunft: Projekte ankommen lassen, schauen, was sie aus der Stadt machen, und was die Stadt aus ihnen macht. Der Moment sei gekommen, in Rottweil ein modernes Gefängnis zu bauen, ist er sich sicher.

Damit war Bürk denn auch beim dominierenden Thema des Abends angekommen. Henry Rauner betonte dennoch, das Forum wolle sich nicht als bloße Bürgerinitiative pro Gefängnis formieren. Vielmehr gehe es darum, die Stimmung in der Bevölkerung und deren Ideen zu sammeln. Damit werde dann der beste Weg gesucht. Er sieht in Rottweil viele Themen, die aufgegriffen werden sollten. Christine Schellhorn fügte an: Durch das Zusammenführen von Pro- und Kontra-Argumenten "kommt was Wertvolles raus, wenn man es schafft, auf einer sachlichen Ebene zu diskutieren. Dann können wir ganz viel gemeinsam bewegen."

"Dann soll das Bürgerforum auch eine breite und offene Informationsplattform bilden?", fragte ein Zuhörer. Es sei auf jeden Fall der Versuch, antwortete Rauner. Zur geplanten JVA auf dem Esch hat das Forum beispielsweise Argumente Für und Wider aufgelistet. Die Internetseite soll demnächst online gehen. Im Fall des JVA ist die Zielrichtung nach der Abwägung der Argumente klar: pro.

Einer der Anwesenden brachte das Thema Migration ins Spiel. Schließlich brauche es einen starken gesellschaftlichen Konsens, wo die Flüchtlinge untergebracht werden sollen. Er erfuhr: Die Themen, die beackert werden, hängen auch von den Bürgern ab, die sich engagieren.

Einheit herrschte gestern Abend darüber, dass es Ziel sein muss, so viele Rottweiler wie möglich an die Wahlurne zu bringen. Mit Blick auf den Bürgerentscheid am 20. September soll deshalb ein Wahl-o-Mat eingerichtet werden, beim Info-Treff auf dem Esch am 10. September will sich das Forum präsentieren, zudem beim Stadtfest und der Bürgerversammlung am 15. September. "Dann gibt es also doch ein Bürgerforum pro JVA im Esch", wollte ein Zuhörer angesichts dieser Pläne wissen. Offen sei da ja nichts mehr. "Doch, wir können darüber diskutieren", entgegnete Rauner. Besser lässt sich das, was das Bürgerforum ausmachen soll, und die damit verbundenen Herausforderungen kaum beschreiben.

Weitere Informationen: www.buergerforum-rottweil.de befindet sich im Aufbau, eine Facebook-Gruppe ist auch geplant ("Bürgerforum Perspektiven Rottweil").

 
 

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Armin Schulz

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