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Nagold Schwerer Unfall mit Müllwagen: Fünf Tote

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Die Feuerwehr hat die Unglücksstelle bei Nagold mit einem Sichtschutz verhängt. Foto: 7aktuell.de/Oskar Eyb

Nagold - Ein tragischer Unfall an einer Zufahrt zum Nagolder Industriegebiet Wolfberg hat am Freitagmittag fünf Todesopfer und zwei Verletzte gefordert.

Nach ersten Erkenntnissen hatte gegen 12.40 Uhr ein Müllwagen an der abschüssigen Graf-Zeppelin-Straße einen technischen Defekt. In der Folge fuhr das schwere Fahrzeug wohl zunächst mit Verzögerung und plötzlich mit stark zunehmender Geschwindigkeit auf die L 361 ein, wo es auf die Seite kippte und ein Auto unter sich begrub.

Die in dem Auto sitzenden fünf Insassen hatten keine Chance. Im Fahrzeug befanden sich die 25-jährige Fahrerin, die im Raum Nagold wohnhaft war, sowie ihr 22-jähriger Lebensgefährte. Außerdem kamen die zwei Jahre alte Tochter und der nur wenige Wochen alte Sohn des Paares und die 17-jährige Schwester der Fahrerin ums Leben. Zugalassen war der Pkw in Singen im Kreis Konstanz.

Nachdem es mit Hilfe eines angeforderten Kranfahrzeugs gegen 14.20 Uhr gelungen war, den 26-Tonner aufzurichten, bot sich den Rettern ein Bild des Grauens und der hinzugezogene Notarzt konnte nur den Tod sämtlicher Fahrzeuginsassen feststellen.

In dem Müllfahrzeug wurden der unter einem schweren Schock stehende 54-jährige Fahrer sowie auch sein 26-jähriger Beifahrer äußerlich nicht verletzt. Beide wurden jedoch mit Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht.

Die betroffene Landesstraße 361 zwischen Nagold und Mötzingen wurde gesperrt. Feuerwehr und Rettungsteams waren mit einem Großaufgebot vor Ort im Einsatz. Erst rund anderthalb Stunden nach dem Unfall konnte ein Kranfahrzeug den Müllwagen aufrichten.

Nagolds Oberbürgermeister Jürgen Großmann (CDU) reagierte entsetzt. Alle Gedanken nach dem tragischen Ereignis würden der Familie der Opfer gelten, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Wir sind geschockt. Es ist eine Katastrophe." Auch um die Helfer müsse man sich jetzt kümmern, sagte Großmann. Landrat Helmut Riegger (CDU) sprach von einem Schock für den Landkreis Calw. "Das ist ein ganz schlimmes und tragisches Unglück", sagte er. "Ich spreche allen mein Beileid aus."

Der Fahrer des Müllwagens habe an mehreren Stellen hölzernen Sperrmüll abholen sollen, sagte der Geschäftsführer des Unternehmens der Bild-Zeitung. So ein Drama habe es in der 116 Jahre langen Unternehmensgeschichte noch nie gegeben, sagte er den Stuttgarter Nachrichten und der Stuttgarter Zeitung.

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