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Zwölf Wochen alt Vergiftete Katze aus Brigachtal schwebt in Lebensgefahr

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Die Katze wurde offensichtlich vergiftet. Foto: Tierrettung

Eine etwa zwölf Wochen alte Katze schwebte in Brigachtal in Lebensgefahr. Laut Tierrettung wurde das Tier vergiftet. Wie es dem Tier inzwischen geht, erfahren Sie in unserem (SB+)-Artikel.

Brigachtal - Am Montagabend gegen 22.30 Uhr wurde die Tierrettung Südbaden zu einem Notfall nach Brigachtal gerufen. Eine Anwohnerin aus Kirchdorf habe beobachtet, wie eine junge Katze erst torkelnd über den Gehweg ging und dann in Seitenlage liegen blieb. Die Anwohnerin wählte daraufhin die Notrufnummer der Tierrettung. "Die Katze schätzen wir auf circa zwölf Wochen, sie stammt augenscheinlich aus einer wilden Population", berichtet Aurelia Seemann von der Ortsgruppenleitung Villingen-Schwenningen.

Die ganze Nacht kämpften die Rettungskräfte eigenen Angaben zufolge um das Leben der kleinen Katze. Klar sei, dass Gift zu diesem Zustand geführt habe. Die ehrenamtlichen Helfer konnten keinen Tierarzt erreichen und kümmerten sich so bis 5 Uhr morgens selbst um die Katze – mit Erfolg.

Dauerhafte Beobachtung

Keine 20 Minuten nach Alarmierung der Helfer trafen diese in Kirchdorf ein. Für die Erstversorgung schlossen sie das Tier an die Überwachungsgeräte im Fahrzeug an. Hierzu führen die Helfer ein Pulsoxymeter und ein EKG mit. Um dem Gift entgegen zu wirken, verabreichten sie der Katze eine Infusion. Mittlerweile ist sie wieder fit und frisst wieder. "Inzwischen hat sie sich sehr gut von den Strapazen erholt und befindet sich momentan noch bei einer Pflegestelle, wo sie dauerhaft unter Beobachtung steht", teilt Seemann dem Schwarzwälder Boten mit. Hätte die Finderin nicht so schnell reagiert, hätte die vergiftete Katze wohl nicht überlebt, berichtet der Verein.

"Das neuartige Rattengift enthält den Wirkstoff Chloralhydrat (Alpha-Chloralose)", wie die Tierretter auf ihrer Facebook-Seite informieren. "Dieses Gift wirke auf das zentrale Nervensystem. Die Tiere torkeln und fallen schließlich komatös um, krampfen und erfrieren schließlich bei einer Außentemperatur unter 15 Grad." Die Tierrettung teilt auch mit, dass sie Anzeige gegen Unbekannt erstatten werde.

Typische Vergiftungserscheinungen seien kaum zu erkennen. Symptome sind laut der Tierrettung: Teilnahmslosigkeit, aber auch ein schwankender oder torkelnder Gang und Bewusstlosigkeit. Krampfanfälle, die bereits durch kleine Reize ausgelöst werden, seien ebenfalls typisch.

Auch eine Körpertemperatur deutlich unter 38 Grad Celsius zähle zu den Symptomen, erhöhte Schleimproduktion und verengte Pupillen ebenso.

Bei Hunden könne es zu einer übermäßigen Speichelproduktion, in seltenen Fällen auch zu einer Körpertemperatur von mehr als 39 Grad Celsius kommen, wie der Verein informiert.

Vorsicht geboten

Es wird darauf hingewiesen, in ganz Kirchdorf besonders vorsichtig zu sein. Der Verein berichtet des Weiteren, dass sich solche Fälle häufen. Die Tierretter bitten darum, auf Freigänger und auch auf Hunde zu achten, da nicht klar ist, wie die Katze an das Gift gekommen ist. Unter der Notrufnummer 0160/ 5 18 77 15 kann der Verein jederzeit erreicht werden.

Der Hauptsitz des Tierrettungsdienstes befindet sich in Radolfzell am Bodensee, in Villingen-Schwenningen ist eine Ortsgruppe mit stationiertem Einsatzfahrzeug. Der Verein ist in den Landkreisen Konstanz, Schwarzwald-Baar-Kreis und Landkreis Tuttlingen tätig.

Ehrenamtliche Helfer

Die Ortsgruppe Villingen-Schwenningen besteht derzeit aus sechs ehrenamtlichen aktiven Mitgliedern. Sie sind an der Tierrettungsschule in Deggendorf durch Tierärzte und Tierpfleger ausgebildet worden. Die Ausbildungsstufen erstrecken sich über den Ersthelfer Tier, den Tierunfallsanitäter, Tierrettungssanitäter und schließlich den Tiernotfallsanitäter als höchste Ausbildungsstufe, wie Seemann erklärt.

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