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Zwischenbilanz vom Cannstatter Wasen Frühlingsfest ist ein Winterrummel

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August Schneider vor seiner Wildwasserbahn. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Stuttgart - Ganz Stuttgart wünscht sich den Aufstieg des VfB. Ganz Stuttgart? Ein kleines Dorf in Bad Cannstatt fühlt sich recht wohl mit dem VfB in der zweiten Liga. Vor allem die Spiele am Montagabend haben es den Schaustellern auf dem Frühlingsfest angetan. Dass der VfB diesen Montag um 20.15 Uhr gegen Union Berlin in der Mercedes-Benz-Arena gekickt hat, hat die Bilanz der Wirte, Imbiss- und Karussellbetreiber aufgebessert. „Der Montag hat uns allen ziemlich gut getan“, sagt Schaustellervertreter Mark Roschmann. Schon Stunden vor dem Spiel seien Zigtausende auf dem Platz gewesen, und zwar nicht nur in den Zelten, sagt Marcus Christen, Abteilungsleiter bei in.Stuttgart, der Veranstalterin des Wasenrummels.

Solch Andrang war jedoch selten. „Man braucht nicht darum herumreden“, sagt Roschmann, „die Veranstaltung steht und fällt mit dem Wetter.“ An einem Tag wie am Dienstag, Dauerregen und fünf Grad, kann man die Gäste mit Handschlag begrüßen. Christen: „Dienstag haben wir 20 000 Menschen auf dem Platz gehabt.“ Wenn man weiß, dass es in den drei Zelten 15 000 Sitzplätze gibt, dann merkt man: Auf den Platz verirrt sich da fast niemand. Gerade für die Geschäfte wie die Riesenrutsche oder die Wildwasserbahn ist das besonders bitter: Sie brauchen noch viel mehr als die Imbisse warme Temperaturen.

An manchen Tagen kann man die Gäste per Handschlag begrüßen

„Man stellt sich das anders vor“, sagt August Schneider, Betreiber der Wildwasserbahn Piratenfluss, „wenn ich morgens auf meine Wetterapp schaue, dann weiß ich schon, was mich erwartet.“ 23 Meter breit und 52 Meter tief ist die Bahn, sie fasst 200 000 Liter Wasser, das sind gut 1300 Badewannen-Füllungen. Pumpen wälzen das Wasser um, und weil Schneider nicht weiß, ob trotz Regen und Kälte nicht doch einer kommt, laufen sie den ganzen Tag. „Aber das gehört zu unserem Geschäft“, sagt er, Seine beiden Kompagnons und er fahren mit drei Wildwasserbahnen durch die Republik, das streut das Risiko. Wobei es derzeit überall kalt ist. In Augsburg beim Plärrer liegt sogar Schnee. Dort haben die Schausteller die Stadt gebeten, das Fest um eine Woche zu verlängern, um doch noch etwas Geld in die Kasse zu bekommen.

„Wir können ja das Wetter nicht ändern“, sagt Schneider, „rumjammern hilft keinem.“ Schausteller stellen nicht nur ihre Geschäfte zur Schau, sondern auch sich selbst. Und da macht man gute Miene zum schlechten Wetter, klar, man will sein eigenes Geschäft und den Festplatz auch nicht schlechtreden. So verweist man lieber darauf, dass mit der Sonne auch die Gäste kamen. „Sonntag und Montag waren sehr gut“, sagt Schneider, „wenn es ein bisschen wärmer wird, sind sofort die Kunden da.“

Die Schausteller hoffen auf schöneres Wetter

Darauf setzt auch Andreas Kroll, Chef der in.Stuttgart. „Wir haben wie im Vorjahr die 1,3 Millionen Besucher angepeilt“, sagt er, „jetzt haben wir mit dem Feiertag am Montag noch ein langes Wochenende, die Vorhersagen sind gut, wir sind auf einem guten Weg.“ Allerdings waren die 1,3 Millionen Besucher schon der Tatsache geschuldet, dass 2016 „das kälteste Frühlingsfest aller Zeiten“ gewesen sei. Nun haben wir also das allerkälteste. Und damit keine Steigerung der Besucherzahlen zurück zum Normalmaß. 1,5 Millionen Gäste waren es 2015 gewesen. Nun könnte man meinen, zumindest das Geschäft der Wirte sei vom Wetter nicht betroffen. Weit gefehlt. „Klar, wir haben Reservierungen“, sagt Karl Maier, Wirt vom Göckelesmaier, „aber auch wir brauchen die Laufkundschaft.“ Und die hat heuer gefehlt. Einbußen von zehn Prozent habe er verzeichnet, allmählich hole man auf, „vom Montag mit dem Fußballspiel haben auch wir sehr profitiert“.

Und es kommt ja noch ein Fußballspiel. Am Sonntag, 7. Mai, spielt der VfB um 13.30 Uhr gegen Erzgebirge Aue. Da kann man vorher zum Frühschoppen auf den Wasen und hinterher ein Siegesbier trinken oder die Enttäuschung herunterspülen. Kroll: „Davon wird das Frühlingsfest ganz sicher profitieren.“ Und um es noch mal klarzustellen: Auch die Stuttgarter Schausteller würden sich über den Aufstieg des VfB freuen. In der nächsten Saison gibt es auch in der ersten Liga Spiele am Montagabend.

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