Der neue Fahrbahnbelag hat wesentlich zur Verbesserung der Fahreigenschaften beigetragen. Foto: Reimer

Während einer Vollsperrung Ende August hat die L  409 zwischen Sulz und Hopfau einen neuen Fahrbahnbelag bekommen. Vom geplanten Vollausbau ist an offiziellen Stellen allerdings keine Rede mehr.

Die Holperfahrt zwischen Hopfau und Sulz hat vorerst ein Ende. Im August wurde die Fahrbahn auf der Landesstraße erneuert. Zu diesem Zweck war die L 409 wieder einmal gesperrt, wenn auch nur für wenige Tage.

 

Wie eine Anfrage unserer Redaktion beim Regierungspräsidium ergab, war das nicht die letzte Sperrung dieses Jahr. Die Bürger fragen sich indes, wie lange sie noch auf den einst vereinbarten Vollausbau warten müssen.

Der Hopfauer Ortsvorsteher Thomas Mutschler ist sich der Thematik bewusst: „Das beschäftigt die Menschen.“ Dennoch betrachte er das Thema auch realistisch. Schließlich dürfe man nicht vergessen, dass man in Hopfau auf dem Land wohne und auch die Vorzüge dessen genieße. Da könne man keine mehrspurigen Autobahnen erwarten. Nichtsdestotrotz fühlen sich laut Mutschler die Hopfauer „auch als Sulzer und möchten nicht abgeschnitten werden“.

Sanierung gestaltet sich schwierig und teuer

Ein Sprecher des Regierungspräsidiums meint dazu: „Eine Sanierung gestaltet sich auf Grund den vorliegenden Verhältnissen wie Fahrbahnaufbau, Untergrund, Fahrbahnbreite äußerst schwierig und somit teuer.“ Eine nachhaltige und dauerhafte Lösung wäre nur ein Vollausbau. Dieser stehe aber momentan in der Prioritätenlisten nicht oben, erklärt er weiter.

So sei bereits vor einigen Jahren bei der Fortschreibung des Generalverkehrsplans die Maßnahme auf dem besagten Streckenabschnitt in die Gruppe 2 „Zurückstellung Ausbau“ eingestuft worden. Andere Maßnahmen wurden höher priorisiert und erhielten Vorrang.

Bezüglich eines Vollausbaus der L 409 ruhe die Planung aktuell. „Eine Wiederaufnahme der Planungsarbeiten ist wegen der Konkurrenzsituation zu anderen vordringlichen Projekten derzeit noch nicht absehbar“, sagt er. Was hingegen absehbar ist, ist dass noch vor dem Winter die Kurven im Wald auf Vordermann gebracht werden sollen. Diese wurden bei der Maßnahme im August noch nicht erledigt. Für die Erneuerung des Fahrbahnbelags in den Kurvenbereiche werde die Strecke erneut für „wenige Tage“ gesperrt werden.

Maßnahme sorgt für deutliche Verbesserung

Ortsvorsteher Mutschler meint, dass die aktuelle Sanierung zumindest mal ein Anfang sei und wesentlich zur Verbesserung der Fahreigenschaften beigetragen habe. Vorerst liege sein Fokus, was die Straßensituation betrifft, aber auf den 600 Metern, auf denen die L  409 durch Hopfau führt. Er hofft bei diesem Projekt auf eine zügige Vergabe, so dass der Baubeginn vielleicht noch in diesem Jahr stattfinden könnte.

„Realistisch betrachtet wird ein Vollausbau auf den verbleibenden sechs Kilometern in den nächsten fünf Jahren nicht passieren“, sagt Mutschler.