Bahnreisende in der Region müssen sich auf die nächste große Streckensperrung einstellen. Diesmal trifft es die Kinzigtalbahn. Für zwei Monate soll es massive Einschränkungen geben.
Pendler und andere Bahnreisende müssen sich ab dem Spätsommer erneut auf massive Einschränkungen einstellen. Der Grund: Die Kinzigtalbahn wird vom 28. August bis zum 26. Oktober zwischen Freudenstadt und Schiltach komplett gesperrt. Das bestätigt nun ein Sprecher der Deutschen Bahn auf Anfrage unserer Redaktion.
„Drei Brücken müssen erneuert werden. Und es findet eine Felshangsanierung statt“ erklärt der Sprecher. Das klingt erstmal nach Routine. Doch dahinter verbirgt sich ein größeres Bauprojekt. Denn die betroffenen Brücken werden abgerissen und neu gebaut.
Dabei hat sich die zuständige DB InfraGO, das Infrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn, offenbar bewusst dafür entschieden, alle drei Brücken praktisch zeitgleich anzugehen. „Es macht Sinn, alle auf einmal anzugehen, damit man die Sperrung nur einmal hat und nicht mehrmals“, erklärt der Sprecher.
Nur begrenzte Lebensdauer
Welche Brücken von den Bauarbeiten betroffen sind, konnte der Sprecher zunächst noch nicht bekanntgeben. Auch gibt es derzeit noch keine genaueren Informationen, warum die Brücken abgerissen werden müssen. „Die Brücken haben nur eine begrenzte Lebensdauer“, so die vorläufige Erklärung der Deutschen Bahn.
In regelmäßigen Abständen würden die Brücken auf der Strecke überprüft. Werde dabei Handlungsbedarf erkannt, werde geprüft, ob es sich lohne, die Brücke instandzusetzen. Rechne sich das nicht mehr – wie in diesem Fall – werde die Brücke abgerissen und neu gebaut.
Der Sprecher kann dabei auch beruhigen: Eine Verkehrsgefährdung bestehe durch die in die Jahre gekommenen Brücken nicht. Denn in einem solchen Fall wäre die Strecke sofort gesperrt worden.
Details noch unklar
Noch gibt es keine Informationen, wie die Bahnreisenden während der Sperrung entlang der Kinzigtalbahn befördert werden sollen. Es ist zu erwarten, dass ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wird. Wie dieser organisiert wird, ist aber noch unklar.
Denn noch gibt es keine offiziellen Pläne des zuständigen Bahnunternehmens SWEG. Denn zum Zeitpunkt unserer Anfrage war für die SWEG noch unklar, wann und ob die Sperrung kommt. Das Unternehmen konnte daher zunächst nur auf die Deutsche Bahn verweisen, die die Sperrungspläne dann letztendlich bestätigt hat.