Verein: Die "To Go"-Aktion des Wiesenstetter Orgelbaufördervereins kann als Erfolg verbucht werden

Zehnmal seit 2010 genossen nicht nur die Liebhaber von Zwiebelbeeda, Musik und guten Weinen in gemütlichem Ambiente im Dorfgemeinschaftshaus (DGH) in Wiesenstetten ein zweitägiges Fest des Orgelbaufördervereins Wiesenstetten. Dieses Jahr gab es die "To Go"-Variante.

Empfingen-Wiesenstetten. "Zwiebelbeeda To Go" hieß die erfolgreiche Verkaufsaktion des Orgelbaufördervereins bereits 2020. Ofenfrische original "Wieschdedder Zwiebelbeeda" direkt aus der Backküche wurden auch am vergangenen Wochenende wieder zum Bestell-Hit und Verkaufsschlager. Die per Whatsapp oder telefonisch georderten über 200 Beeda waren schnell ausverkauft.

Wie bereits im vergangenen Jahr mussten die Zwiebelbeedagenießer ganz neue Wege im wörtlichen Sinn fahren und gehen. Ein ausgeklügeltes Hygienekonzept mit AHA LG (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften, G) ermöglichte die frische Zubereitung der Beeda und den Verkauf direkt aus der Backküche über das "Empfi-Mobil" als "Abholterminal" an der Ringstraße im Zeil. Mehr als 200 ganze Beeda wurden über die "Zwiebelbeeada-Hotline" telefonisch und per Mail bei Heiner Axt geordert und konnten in vier Zeitfenstern über Mittag und am späten Nachmittag am Samstag und am Sonntag von den einzeln kommenden 110 Zwiebelbeedagenießern aus dem Flecken und zahlreichen Nachbarorten abgeholt werden. Den weitesten Weg hatte ein Kunde aus Unterjettingen im Landkreis Böblingen.

Ein vom Vorsitzenden des Orgelbaufördervereins Thomas Wiechert persönlich überwachtes Verkehrsleitsystem im Zeil funktionierte perfekt und sorgte gleichzeitig stets für beste Stimmung bei Kunden und Vereinsleuten.

100 Kilogramm Mehl, 360 Eier, 72 Päckchen Hefe und Milch, soviel wie es halt braucht, verschaffte die 80-jährige Teigchefin Anne Fischer an beiden Tagen in ihrer Knetmaschine zu einem Teig. 16 Frauen in vier Teams wellten den Teig in der Außenstelle im Rathaus in Wiesenstetten aus und in die Backbleche. Im ehemaligen Verwaltungs- und Wahlraum gelang dies hervorragend. Rüber ging es den kurzen Weg in die Backküche, am Samstagnachmittag auch gut beschirmt vor dem Gewitterregen.

230 Kilogramm Zwiebeln

230 Kilogramm Zwiebeln hat Holger Lohmiller in seiner Profiküche mit Unterstützung von Edwin Straub gedämpft und die Rahmmasse vorbereitet. Mit Hingabe und viel Liebe, wie Stefan Walz in einem von vier Teams mit seiner Frau Karin betonte, wurden die Bleche in der Backküche mit der goldbraunen Zwiebelrahm-Masse nach einem original Wieschdedder Rezept belegt, die Backfrau Maria Dietz an beiden Tagen unermüdlich sorgfältig zu wunderbar duftenden Beeda backte. Je sechs Beeda passen in die beiden Öfen und brauchen eine knappe halbe Stunde. Die Temperatur in der Backküche lag dabei zwei Tage lang mehr als im Wohlfühlbereich. Per Bote gingen die frisch gebackenen Beeda in einer Transportschachtel mit der irreführenden Bezeichnung Pizza den kurzen Fußweg zum Zeil ins Abholmobil direkt zum Kunden, der sich bereits auf den Genuss beim Essen freute.

Auch die örtliche Gastronomie in Wiesenstetten unterstützte den Orgelbauförderverein und servierte ihren Gästen bei herrlichem Biergartenwetter die "Wieschdedder Zwiebelbeeda". Die Mitarbeiter einer Metzgerei in einem Nachbarort freuten sich am Samstag doppelt auf den Feierabend, hatte doch der Chef reichlich Zwiebelbeeda geordert zum gemeinsamen Verzehr.

Satzungszweck erfüllt

Ein rundum zufriedener Orgelbauvereinschef Thomas Wiechert zog am Sonntagabend ein überaus positives Fazit, nicht nur in finanzieller Hinsicht. Das Miteinander der ehrenamtlichen Helfer aller Altersgruppen war wieder großartig und der Spaß an der gemeinsamen Arbeit sorgte für eine entspannte Stimmung. Die Abbau- und Aufräumarbeiten waren zügig erledigt und einer gemütlichen Abschlusseinkehr der Vorstandschaft des Vereins stand nichts mehr im Wege.

Das Geschäftsjahr 2021 ist das letzte des Orgelbaufördervereins nach zwölf Jahren. Die Orgel der Firma Eduard Wiedenmann ist eingebaut und wurde auf den letzten Drücker coronagerecht am 4. Adventssonntag 2020 in der St. Stephanus-Kirche feierlich geweiht. Pandemiebedingt ein verhaltener Festtag für dieses Projekt in Wiesenstetten. Der Satzungszweck ist erfüllt und die Auflösung des Vereins daher zum Jahresende geplant.