Schwenningens Angreifer Ken André Olimb im Moment des Glücks. Soeben hat der Norweger das entscheidende 3:2 erzielt und lacht hinüber zu den Wild-Wings-Fans. Foto: Eibner

Ken André Olimb hat in der Verlängerung beim Eishockey-Derby in Bietigheim den entscheidenden Treffer für die Schwenninger Wild Wings erzielt. Das war in der DEL der zweite Sieg in Folge.

Was für ein sensationelles DEL-Derby in Bietigheim! Die Wild Wings siegten in einem Hexenkessel mit 3:2 nach Verlängerung durch den entscheidenden Treffer von Ken André Olimb. 1000 Schwenninger Fans waren dabei.

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Auch für Schwenningens Travis Turnbull war es "ein besonderes Spiel. Wir brauchen unbedingt diese drei Punkte", forderte der Kapitän vor dem ersten Bully. Die Stimmung in der Bietigheimer EgeTransArena war bombastisch. Die Fans beider Lager zelebrierten regelrecht dieses Wiedersehen nach acht Jahren.

Zwei Top-Torhüter beim Derby in Bietigheim

Beide Teams gingen mit Selbstvertrauen – nach ihren jeweiligen Siegen am Freitag – ins Spiel. Das erste Drittel war von einem hohen Tempo und einem offenen Schlagabtausch geprägt. Steelers-Angreifer Benjamin Zientek traf in der siebten Minute den Pfosten – auf der anderen Seite war es Patrik Lundh (15.), dessen Schuss am Gestänge endete. Beide Keeper – Sami Aittokallio (Steelers) und Joacim Eriksson – machten einen starken Job. Torlos ging es in die erste Pause. "Es macht richtig Bock, vor so rappelvollen Zuschauerrängen gegen Schwenningen zu spielen", erklärte auch der Ex-Wild-Wing Max Prommersberger, der nun das Steelers-Trikot trägt.

Wild Wings: "Noch mehr Dampf"

Mit viel "Feuer" wurde auch das zweite Drittel von beiden Teams gestaltet. In der 35. Minute klingelte es erstmals. Die Wild Wings kamen zu ihrem zweiten Powerplay, weil Bietigheims Urgestein René Schoofs auf die Strafbank musste. Nach einem Schuss von Travis Turnbull verwertete Tyson Spink den Abpraller zum 1:0 für die Wild Wings. Der Schwenninger Torschütze machte verbal seinen Teamkollegen in der zweiten Drittelspause Dampf: "Wir müssen noch mehr Gas geben."

Stellers gegen Wild Wings: Offener Schlagabtausch

Der Schlussabschnitt begann für die Wild Wings ungünstig mit zwei Strafen. Die Steelers nutzten dies zum 1:1-Ausgleich (43.) durch den starken Benjamin Zientek. Desweiteren ging es nur noch rauf und runter bei 35:45 Torschüssen insgesamt. Spektakulär waren die letzten Minuten in der regulären Spielzeit: Travis Turnbull erzielte das 2:1 (58.) per schlauem Rückhand-Move für die Wild Wings – aber die Steelers glichen noch durch Evan Jasper zum 2:2 aus.

In der Verlängerung waren gerade einmal 45 Sekunden gespielt, als Ken André Olimb die Steelers-Abwehr austanzte und zum 3:2 einschoss. Damit war die Party für die Gästeanhänger eröffnet. Der Norweger glücklich: "Wir sind auf dem richtigen Weg. Die Fans waren heute unglaublich." Fazit: Super, dass die beiden Erzrivalen nach acht Jahren wieder in einer Liga spielen.