64 Vereine waren beim zweiten Bitzer Nachtumzug – und mindestens zehn mal so viele Zuschauer. Ihre Spende widmen die Fels-Deifl-Narren dem „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes.
Die Fels Deifl haben zum zweiten Mal zu einem Nachtumzug in die Hochalb-Gemeinde eingeladen – und damit einmal mehr Erfolg gehabt. Mehr als 3000 Narren und Fasnets-Freunde waren der Einladung gefolgt und zogen durch die Lange Straße zur Festhalle.
Dem voraus ging der Zunftmeisterempfang, bei dem der Vorsitzende Kevin Osswald die Narren begrüßte. Die kamen – wie in den Jahren zuvor – nicht nur aus den Nachbargemeinden: Von Albstadt über Balingen bis nach Nürtingen reichte das Einzugsgebiet.
Außerdem verkündete der „Ober-Fels-Deifel“, dass die Narren mit ihren Spenden ein soziales Projekt unterstützen werden: den Ludwigsburger „Wünschewagen“ des Arbeiter-Samariter-Bundes. Das ehrenamtliche Team aus Rettungsdienstlern und Pflegekräften erfüllt Menschen ihren letzten Wunsch. Dabei sei es egal, ob es zur Fasnet in ein Festzelt oder an die Nordseeküste gehe. All das wird nur durch Spenden finanziert. Zwei Abgeordnete des Teams waren mit ihrem speziell dafür ausgerüsteten Fahrzeug vor Ort und schauten sich am Sprecherwagen den rund zweistündigen Umzug an.
Akrobatik und Peitsche ergänzen den närrischen Schabernack
Der närrische Lindwurm hatte viel zu bieten: Gruppen boten akrobatische Kunststücke auf der Hexenstange, gefährliche Peitschen-Shows und unzählige Pyramiden in allen Formen und Farben dar. Der Schabernack kam dabei nicht zu kurz, und so fanden sich mehrere Zuschauer plötzlich in Wannen voll Konfetti oder auf den Schultern einer Hexe wieder.
Kabelbinder an Beinen, zusammengebundene Schuhe, übelriechender Rauch und bunte Farbstifte waren ebenso am Start wie große und kleine Narrenwagen mit teils politischen Aufschriften: „Ohne Landwirte keine Fasnetswagen“ stand auf dem Traktor der Rottenburger Knastbrüder.
Statt bei einer Hochzeit spielt Djane Jessi in der Bitzer Festhalle auf
Endstation des Umzugs war die Festhalle, in der rund 2000 Menschen Platz fanden. Für Stimmung sorgte dort DJane Jessi, die sonst eher bei Hochzeiten auflegt und spontan für den erkrankten DJ eingesprungen war. Das bunte Bühnenprogramm dauerte bis kurz vor Mitternacht: Guggenmusiken zeigten ihr Können und die „Burichinga Kloster Ahna-Goischd’r“ führten zu den Liedern von „The Greatest Showman“ einen mehrminütigen Showtanz auf, der tosenden Applaus erntete.