Handball-Zweitligist HBW Balingen-Weilstetten hat sein Heimspiel gegen den TuS N-Lübbecke gewonnen. Das Team von Matti Flohr setzte sich überraschend klar mit 28:18 (13:6) durch.
Die 1900 Zuschauer in der Balinger Mey-Generalbau Arena mussten, wenn sie es denn mit dem HBW hielten, am Freitagabend zunächst so richtig leiden. Satte 7.15 Minuten standen auf der Uhr, als Kreisläufer Stefan Bauer den ersten Treffer für die „Gallier“ erzielte. Der TuS N-Lübbecke hatte zu diesem Zeitpunkt aber auch kein Offensivfeuerwerk gezündet und gerade einmal zwei Treffer von Sven Wesseling aufs Scoreboard gebracht. Es war ein intensives Duell, das sich die beiden Mannschaften lieferten, die Abwehrreihen dominierten das Geschehen und zwangen die Angriffsformationen zu Fehlern.
Zäher Beginn mit zahlreichen Fehlern
Und während sich die Zahl der Treffer weiterhin in sehr überschaubaren Grenzen hielt, reihte sich auf beiden Seiten ein Klops an den anderen. In der zehnten Minute luchste Sascha Pfattheicher dem TuS den Ball ab und glich per Konter zum 2:2! aus. 240 Sekunden später warf Tobias Heinzelmann den HBW in Führung, und nach einem technischen Fehler der Ostwestfalen setzte Pfattheicher per Gegenstoß das 4:2.
Spaß am Verteidigen und Torewerfen
Dass das Team von Trainer Matti Flohr Spaß am Verteidigen hatte, war deutlich zu sehen, doch nun begann es, sich auch in der Offensive für die Ballgewinne zu belohnen. Und weil auch Keeper Mateusz Kornecki nun zum Faktor wurde, setzte sich der HBW mit einem 7:1-Lauf, den Yonatan Dayan mit dem 11:4 abschloss bis zur 27. Minute auf 11:4 ab. Alexander Schulze beendete eine zehnminütige Torflaute des TuS mit dem 11:5 (28.). Dennoch: das Flohr-Team nahm einen komfortabelen Sieben-Tore-Vorsprung mit in den zweien Abschnitt (13:6)
Flohr-Team startet gut in Halbzeit zwei
Der HBW startete gut in die zweite Halbzeit, erhöhte seinen Vorsprung auf 15:6, allerdings verteidigten die Gastgeber nun nicht mehr so konsequent wie noch im ersten Abschnitt. Der TuS N-Lübbecke, der mit der Empfehlung von 5:1 Punkten angereist war, gestaltete die Partie nun weitaus offener. Natürlich behielt der HBW die Nase weiter deutlich vorne, konnte auch eine Rote Karte gegen Georg Pöhle in der 41. Minute verschmerzen – schließlich führte die Flohr-Sieben mit 19:11.
Lübbecke holt nach Pöhle-Rot auf
Doch die folgenden zehn Minuten gingen an die Gäste. Angeführt von Lutz Heiny holte der TuS ordentlich auf. Als der Ex-Balinger Max Santos auf 16:21 verkürzt hatte, zog HBW-Coach Matti Flohr ein Timeout. Und das zeigte Wirkung. Die Schwaben übernahmen wieder die Kontrolle, setzten sich durch Tore von Dayan, Tim Grüner, Mex Raguse und Pfattheicher auf 25:16 ab, dafür dass es am Ende ein Sieg mit zehn Treffern Differenz wurde, sorgte Merlin Fuß mit dem Schlusspunkt zum 28:18.
Nagy fehlt bis Ende Oktober
Übrigens: Torhüter Benedek Nagy wird dem HBW voraussichtlich bis Ende Oktober fehlen. Der lädierte Finger des Ungarn wurde am Donnerstag operiert – der Eingriff ist laut einer Mitteilung des Clubs bestens verlaufen. Bis der 23-Jährige auf die Platte zurückkehrt, wird ihn Magnus Bierfreund aus dem Balinger Drittliga-Team vertreten.
Statistik
HBW Balingen-Weilstetten: Kornecki, Bierfreund (ab 53.); Ruggiero-Matthes (3), Raguse (1), Grupe (1), Strobel, Fuß (1), Grüner (1), Wente (1), Fügel, Heinzelmann (2), Pfattheicher (9/4), Dayan (4), Leimeter (1), Pöhle (3), Bauer (1).
TuS N-Lübbecke: F. Genz, Grabenstein; J.G. Genz, Santos (1), Heiny (4), Haugen Furu, Schulze (4), Lundahl, Hornyak, Blaauw (1), Wesseling (5/1), Pabst (1), Blazicko, Wieling (2/2).