Weil Philipp Lienhart am Wochenende gesperrt ist, könnte Max Rosenfelder am Mittwoch Spielpraxis sammeln. Foto: Marius Becker/dpa

Nach nur zwei Tagen Pause muss der SC Freiburg am Mittwoch im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf ran. Der Zweitligist will mit einer Überraschung seinen Negativlauf beenden.

Vergangenen Sonntag in Leverkusen, am Mittwoch in Düsseldorf und Samstagmittag dann in der Hauptstadt: Gleich dreimal muss der SC Freiburg in dieser englischen Woche auswärts antreten, kommende Woche wartet zudem im Europapokal das Duell in Nizza. Fast schon logisch, dass Trainer Julian Schuster am Sonntag nach der 0:2-Niederlage in Leverkusen auch die weiteren Aufgabe im Blick hatte.

 

Man dürfte „nichts liegenlassen, was die Regeneration angeht“, sagte Schuster auf der Pressekonferenz und dürfte damit zunächst einmal die Vorbereitung auf das DFB-Pokalspiel beim Zweitligisten Fortuna Düsseldorf am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) gemeint haben.

Die Gastgeber aus dem Rheinland machen derzeit eine schwierige Phase durch, Fortunas Sportdirektor Christian Weber sprach im Vorfeld der Partie von einem „Negativstrudel der letzten Wochen“. Aus diesem wollen sich die Düsseldorfer, die sich Anfang Oktober von Trainer Daniel Thioune trennten, nun herausarbeiten. Dafür seit drei Wochen zuständig: der neue Coach Markus Anfang, der seine ersten beiden Spiele an der Fortuna-Seitenlinie jedoch verlor.

Düsseldorf hat zu Hause in dieser Saison noch nicht gewonnen

Dass die Düsseldorfer zudem in dieser Saison vor heimischem Publikum noch nicht gewonnen haben, dürfte dabei am Mittwochabend ebenso für die Gäste sprechen wie der Klassenunterschied zwischen dem Breisgauer Erstligisten und dem Zweitligisten vom Rhein.

Schuster hofft auf Energie

Und dennoch: Eine einfache Aufgabe wird es für den Sport-Club inmitten der zweiten englischen Woche in Folge sicherlich nicht. „Es geht nie ohne Energie, in keinem Spiel, das macht uns aus. Wichtig ist, dass wir das auf dem Platz bekommen“, sagte Schuster am Sonntag nach dem Leverkusen-Spiel bei DAZN.

Im Vergleich zum Sieg in der Europa League gegen Utrecht hatte er gegen Bayer seine Startelf auf vier Positionen verändert und unter anderem die Routiniers Christian Günter und Vincenzo Grifo zunächst auf die Bank gesetzt. Auch gegen Düsseldorf dürfte Schuster wieder rotierten – unklar, in welchem Maß. Denkbar wäre zum Beispiel der erste Startelfeinsatz für Stürmer Igor Matanović.

Rotation in der Startaufstellung ist wahrscheinlich

Zudem könnte der DFB-Pokal genutzt werden, um einer neuen Innenverteidigungskonstellation die Möglichkeit zu geben, sich einzuspielen. Denn Philipp Lienhart verpasst die Partie gegen Union Berlin Gelb-Rot gesperrt – Max Rosenfelder oder Anthony Jung werden ihn wohl ersetzen.

Ansonsten hat Schuster auch in Düsseldorf wieder zahlreiche Optionen. Im Gegensatz zu seinem Gegenüber Anfang, dem zahlreiche Akteure fehlen. Auch der Einsatz des Ex-Freiburgers Kenneth Schmidt ist unklar.