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Zweite Corona-Welle in Sulz Viele Tests sorgen für hohe Zahl an Infizierten

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Die Beschränkung der Besucherzahl in Hallen hat die Stadt bereits beschlossen. Foto: Beyer/© fotohansel – stock.adobe.com/Montage: Holweger

Sulz - Die Gruppe Infektionsschutz der Stadtverwaltung hat sich wieder getroffen. Rottweil hat Sulz mit der Zahl der Infektionen überholt.

Neu ist jetzt auch: Auf der Homepage der Stadt ist der Corona-Ticker aktiviert worden. Die Bürger werden über diesen Ticker mit aktuellen Informationen versorgt.

So gilt ab sofort, dass in stätischen Einrichtungen wie Hallen bei Veranstaltungen nur noch maximal 100 Menschen zugelassen werden. Ausgenommen sind nach wie vor Freilufteinrichtungen wie Stadien und Festplätze. Die Stadt nimmt für diese Entscheidung ihr Hausrecht in Anspruch.

"Harren wir der Dinge, die kommen werden"

Die Situation kann sich jedoch schnell ändern: "Wir beobachten, was in Berlin passiert", sagt Frank Börnard von der Arbeitsgruppe Infektionsschutz. Dort sind am Mittwoch schärfere Maßnahmen beschlossen worden. Unter anderem sollen Kultureinrichtungen, Restaurants und Bars geschlossen werden. "Harren wir der Dinge, die kommen werden", meint Börnard. Noch liegen ihm keine neuen Verordnungen vor.

Rathäuser geschlossen

Aufgrund steigender Infektionszahlen hat die Stadt die Rathäuser für Besucher bereits geschlossen und bittet die Bürger, Kontakt per Telefon, Briefverkehr oder E-Mail aufzunehmen. Zudem sind im Sulzer Rathaus "Schichtbetrieb" und verstärkt Homeoffice eingeführt worden.

Bei den Covid-19-Infektionen lag Sulz mit 39 aktiven Fällen am vergangenen Dienstag an der Spitze des Landkreises, am Mittwoch waren es noch 26. Rottweil hat mit 39 Fällen Sulz überholt. Leser unserer Zeitung stellten sich die Frage, warum Sulz bei den Corona-Fällen, wie bereits im Frühjahr, erneut vorausmarschiert ist. Der Kindergarten Schillerhöhe und das Albeck-Gymnasium mussten geschlossen werden, beim VfR Sulz gab es Spieler, die sich infiziert hatten.

Gründlichere Tests verantwortlich für hohe Zahlen im "Hotspot"

"Wenn im Kindergarten, in der Schule oder im Verein etwas passiert, dann testet man gründlicher", erklärt Börnard. Dann finde man auch mehr Positive. Das sei im Frühjahr ähnlich gewesen. Nur waren da Altenheime und Firmen die Brennpunkte in Sulz. Börnard ist jedoch überzeugt, dass 85 Prozent der Covid-19-Fälle nicht nachvollziehbar sind.

Beim VfR Sulz haben die positiv getesteten Spieler inzwischen die Quarantäne verlassen. "Die erste Mannschaft hätte schon am Sonntag wieder spielen dürfen", teilt VfR-Sprecher Tobias Nübel mit. Das Spiel fand nicht statt, weil beim Gegner Fußballer infiziert waren. Die Aktiven der ersten Mannschaft des VfR haben auch schon das Training wieder aufgenommen.

Für die kommenden Heimspiele hat der VfR ein Hygienekonzept erarbeitet. Der Verein bittet die Zuschauer eindringlich, die Änderungen zu beachten.

Ins Stadion gelangen die Besucher jetzt nur noch am Eingang bei der Neckarhalle. Der Eingang am Vereinsheim ist geschlossen. Den Stadionbesuchern wird deshalb auch nahegelegt, Autos gegenüber der Neckarhalle zu parken. Im Vereinsheim und im Stadion besteht Maskenpflicht, bis der Sitz- oder Stehplatz eingenommen ist. Auf der Tribüne und an den Stehplätzen an der Bande ist der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Um unnötige Warteschlangen zu vermeiden, werden die Zuschauer gebeten, frühzeitig zum Spiel zu kommen.

Acht Spieler des VfR Sulz positiv getestet

Vor dem abgesagten Bezirksligaspiel des VfR gegen den SV Wachendorf vor gut zwei Wochen hatten die Sulzer acht positiv getestete Spieler gemeldet. "Wir sind unter besonderer Beobachtung", sagt Nübel daher. Er hofft bei den Fans um Verständnis für die Hygieneregeln im eigenen Stadion.

Der SV Wachendorf hat bereits in der vergangenen Woche ein neues Hygienekonzept bekanntgegeben. Der Verein im Kreis Tübingen, wo allerdings die Sieben-Tage-Inzidenz auf über 110 gestiegen ist, geht mit seinen Sportplatzverordnungen noch weiter. Der SV lässt bei Heimspielen nur noch 100 Zuschauer zu.

Soweit wollte Nübel nicht gehen. Bei Vereinsveranstaltungen im Freien waren bislang 500 Besucher erlaubt. "Wir haben im Durchschnitt 200 Zuschauer", teilt der VfR-Sprecher mit. Nach den jüngsten Beschlüssen in Berlin soll nun aber der Amateursportbetrieb eingestellt werden. Vereine dürfen dann auch nicht mehr trainieren. Die neuen Regeln sollen am 2. November in Kraft treten und vorerst bis Monatsende gelten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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