Der Schömberger Hauptamtsleiter Joachim Heppler hält die Stimmzettel für die Landtags- und die Bürgermeisterwahl am 14. März in den Händen. Am Wahltag sind in Schömberg rund 60 Helfer im Einsatz, um die Stimmen auszuzählen. Foto: Visel

Der Schömberger Stadtverwaltung steht am 14. März ein harter Tag bevor_ Neben dem Landtag ist auch der Bürgermeister zu wählen. In der Stadt sind rund 60 Wahlhelfer im Einsatz. Die Fäden laufen bei Hauptamtsleiter Joachim Heppler zusammen.

Schömberg - Insgesamt stehen für die Wähler in Schömberg und Schörzingen fünf Wahllokale bereit; drei in der Schömberger Grundschule und zwei in der Grundschule in Schörzingen. Zudem wurden erstmals zwei Briefwahlbezirke eingerichtet: je einer pro Wohnquartier. "Damit sind wir gerüstet für das erwartete Mehr an Briefwählern", betont Heppler. "Wir haben jetzt schon sehr viele Anträge auf Briefwahl erhalten."

 

Bei der Versendung der Wahlunterlagen habe man auf das Bewerbungsende für die Bürgermeisterwahl warten müssen und auf die Sitzung des Wahlausschusses, erklärt der Hauptamtsleiter. Nun werden die Unterlagen verschickt oder per Amtsboten verteilt.

Viele haben Hilfe angeboten

Kein Problem habe es bereitet, die Wahlhelfer zu rekrutieren. Neben den Stadt- und Ortschaftsräten wurden Bedienstete im Rathaus, Erzieherinnen und Leute, die schon früher bei Wahlen geholfen haben, angesprochen. Pro Wahllokal sind sechs Helfer im Einsatz, drei vormittags, drei nachmittags. Jeweils zehn Helfer sind in den Briefwahlausschüssen in Aktion. Dazu kommen "Pförtner" in den Wahllokalen, die überwachen, dass diese nicht von zu vielen Personen auf einmal betreten werden.

In den Wahllokalen ist eine Einwegregelung eingeführt. Heppler appelliert an die Bürger, mit einer Mundschutzmaske zu erscheinen. Bei Bedarf lägen in den Lokalen aber Schutzmasken aus. Für weitere Corona-Sicherheit sorgen Desinfektionsmittel und Plexiglasscheiben.

Bei der Landtagswahl sind rund 3200 Schömberger stimmberechtigt, bei der Bürgermeisterwahl sind es rund 3700, weil auch 16- bis 18-Jährige sowie EU-Bürger wählen dürfen. Damit die beiden Wahlen für die Bürger besser auseinander zu halten sind, sind alle Unterlagen für die Bürgermeisterwahl, auch der Stimmzettel, in Gelb gehalten. Für die Landtagswahl, so Heppler, seien die Farben für die Unterlagen gesetzlich vorgegeben.

Am Wahlsonntag, die Wahllokale sind von 8 bis 18 Uhr offen, wird zuerst die Landtagswahl ausgezählt. Heppler rechnet damit, "dass das Ergebnis nach eineinhalb Stunden vorliegen wird, wenn alles glatt verläuft".

Nach der Ergebnismeldung ans Landratsamt machen sich die Helfer an die Auszählung der Bürgermeisterwahl. Dieses Ergebnis sollte laut Heppler gegen 21 Uhr vorliegen. Der Hauptamtsleiter weiß: "Das Auszählen der Briefwähler dauert einfach länger, weil zuvor noch geprüft und die Umschläge geöffnet werden müssen, in denen der Stimmzettel ist."

Bei der Bürgermeisterwahl hat sich außer Amtsinhaber Karl-Josef Sprenger nur noch der Dauerkandidat Samuel Speitelsbach beworben. Heppler: "Es können aber noch weitere Namen auf den Stimmzettel geschrieben werden. Diese Personen müssen wählbar und klar zu identifizieren sein."

Wenn das Ergebnis der Bürgermeisterwahl feststeht, sei an "nichts Großes gedacht". Wegen Corona könne es keine größere Menschenansammlung vor dem Rathaus geben. Heppler schränkt aber ein: "Die Wahlhandlung und die Auszählung sind grundsätzlich öffentlich. Es gibt da wegen Corona natürlich Grenzen, aber wir können nicht alle Interessierten grundsätzlich ausschließen."