Der Treffer zum 1:1 leitete die erste VfL-Niederlage nach zweieinhalb Jahren ein. Foto: Kraushaar

Der 2:1-Sieg des SV Seedorf über den TSV Ehningen und die gleichzeitige 1:2-Niederlage des VfL Nagold bei der SG Empfingen machen die kommende Begegnung des VfL bei den Seedorfer zu einem echten Spitzenspiel.

SV Seedorf – VfL Nagold (Sonntag, 15 Uhr). Der SV Seedorf auf Platz zwei der Tabelle (18 Punkte) der Landesliga gegen die Nagolder auf Platz drei (17 Punkte) – mehr Verfolgerduell geht nun wirklich nicht.

"Wir wollen eine neue Serie starten", kündigt VfL-Trainer Armin Redzepagic für den kommenden Sonntag an. Der ersten Liga-Niederlage nach gefühlt zweieinhalb Jahre versucht er, etwas Gutes abzugewinnen. "Der Druck ist weg. Jetzt gilt es wieder nach vorne zu schauen". Der Nagolder Coach hatte die Niederlage nach außen hin erstaunlich gut weggesteckt. "Hört sich blöd an, aber ich war mit dem Auftritt meiner Mannschaft zufrieden. Das einzige, was gefehlt hat, sind die drei Punkte".

Das Fazit von Redzepagic bedarf eigentlich keiner Korrektur. Die Nagolder waren auf dem Empfinger Kunstrasen die dominierende Mannschaft. Das zeigt auch die Halbzeitbilanz von 10:2 Eckbällen. "Wir haben den Gegner über 90 Minuten beschäftigt, sind permanent angelaufen, haben gute Möglichkeiten kreiert. Was kann man viel mehr machen?", fragt der VfL-Trainer. Klar, da war der Freistoß vier Meter vor der Grundlinie, den man eigentlich unter die Latte hätte hämmern müssen, und zudem wurde ein Freistoßtreffer zurückgenommen. "Die Regel ist bekannt, Walter Vegelin ist aus meiner Sicht von der ›Drei-Mann-Mauer‹ weggelaufen. Diesen Treffer pfeift nicht jeder Schiedsrichter zurück", sagt Redzepagic über einen der Knackpunkte im Spiel.

"Wir hatten einfach kein Spielglück", blickt der Stammheimer noch auf den Pfostentreffer von Johannes Fleischle in der Nachspielzeit zurück. Wäre der drin gewesen, hätte zumindest die Serie ohne Niederlage gehalten. "Ein oder kein Punkt, das macht aber keinen großen Unterschied", meint der Nagolder Coach.

Jetzt muss sich zeigen, wie die Mannschaft die erste Niederlage wegstecken kann. Gründe für eine Neuausrichtung für das Spiel in Seedorf gibt es jedoch keine.

Probleme auf Kunstrasen

Auffallend ist inzwischen aber das Abschlussproblem der Nagolder auf Kunstrasenspielfelder. In den Partien gegen den FC Rottenburg, TSV Ehningen und die SG Empfingen gab es lediglich zwei Treffer zu sehen. Seit dem 5:1 beim VfL Mühlheim warten die Nagolder Fans vergeblich auf ein Torspektakel. In Seedorf dürfte das Warten vermutlich weitergehen, mit sechs (VfL) und acht (SVS) Gegentore treffen zwei der abwehrstärksten Teams der Liga aufeinander.