Die Abteilungen Breitenberg und Oberkollwangen sollen jeweils ein neues Feuerwehrfahrzeug erhalten. Foto: Thomas Fritsch

Zwei neue Fahrzeuge sollen für die Abteilungen Oberkollwangen und Breitenberg der Feuerwehr beschafft werden. Bis Februar muss hierfür eine verbindliche Erklärung abgegeben werden.

Die Neuweiler Feuerwehrfahrzeuge sind nun schon einige Jahre alt. Es sollen folglich zwei neue her.

 

In der Sitzungsvorlage der jüngsten Gemeinderatssitzung ist zu lesen, dass im Rahmen der Neufassung der Zuwendungen für das Feuerwehrwesen, ZFeu VwV, zu Beginn des vergangenen Jahres die Möglichkeit geschaffen wurde, dass Gemeinden an der vom Land koordinierten gemeinsamen Fahrzeugbeschaffung teilnehmen können.

Für dieses Jahr sei nun die Ausschreibung für die gemeinsame Beschaffung des TSF-W, Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wasser, geplant.

Ausstattung inklusive

In Neuweiler sollen im Zuge dieser Landesbeschaffung entsprechende Fahrzeuge einschließlich der feuerwehrtechnischen Ausstattung für die Abteilungen Breitenberg und Oberkollwangen angeschafft werden. Diese sollen die beiden in die Jahre gekommenen Fahrzeuge ersetzen.

Während der Sitzung wurde der größere Löschwasserbehälter als besonders positiv hervorgehoben.

Erhöhte Bezuschussung

Außerdem: „Die Teilnahme an der gemeinsamen Beschaffung bietet den Vorteil einer erhöhten Bezuschussung“, ist in der Sitzungsvorlage zu lesen. Die Bezuschussung liege bei 108 000 Euro pro Fahrzeug.

Darüber hinaus werde ein Antrag auf Zuschuss aus dem Ausgleichsstock gestellt. „Die Beschaffungskosten werden bei circa 300 000 bis 350 000 Euro pro Fahrzeug angesetzt.“

Gemeinderätin Sabine Bittmann ist der Meinung: „Günstiger kommen wir nicht mehr an ein neues Fahrzeug ran.“

Zeitplan noch unsicher

Gemeinderat Jonathan Stockinger fragt, wann die Fahrzeuge denn kommen sollen. Bürgermeister Martin Buchwald kann darauf nur erwidern, dass es aktuell noch keinen feststehenden Zeitplan gebe. Jedoch würde mit den Gemeinden ein Ausgabekonzept entwickelt werden – nach Bedarf und Dringlichkeit – so der Schultes.

Stockinger fügt mit schmunzeln an: „Dann haben wir ja gute Chancen“ und bezieht sich dabei auf das Alter der beiden aktuell bestehenden Fahrzeuge. Buchwald kann mit einem Lachen jedoch auf den noch ordentlichen Zustand hinweisen: „Unsere Autos sind gut durchrepariert – auch wenn man fast H-Kennzeichen dran machen kann.“

Zum zeitlichen Rahmen gibt Anton Höschle, Gemeinderat und Gesamtkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Neuweiler, eine Schätzung ab. Höschle weiß, dass die Ausschreibung noch bis Oktober dieses Jahres laufe.

Man gehe von minimum einem Jahr aus, bis es zu einer ersten Auslieferung kommt. Er rechnet vor 2027 mit keiner Auslieferung. Dann könne es aber schnell gehen: Der Plan sei, dass fünf Fahrzeuge die Woche auslieferungsfähig gemacht werden. In drei bis fünf Monaten sei die Auslieferung somit abgewickelt.

Garage muss gebaut werden

Doch es gibt auch Bedenken. Samuel Wolf findet eine Fahrzeugbeschaffung zumindest für Oberkollwangen schwierig. Hier muss nämlich noch eine entsprechende Garage für das Feuerwehrfahrzeug gebaut werden. „Ich seh es so kommen, dass wir dann ein Auto haben und keine Garage“, gibt der Gemeinderat zu bedenken.

Buchwald sieht das anders. Höschle erklärt, dass lange Zeit die Maße des neuen Fahrzeugs nicht feststanden und deshalb eine Planung für eine passende Garage nicht möglich war. Mittlerweile habe man jedoch die Maße – Länge, Breite und Höhe des Wagens.

Nach seiner Schätzung habe man auch noch eineinhalb Jahre für den Bau einer Halle in Oberkollwangen und zeitlich keinen Druck.

Beschluss gefasst

Voraussetzung, um an der Landesbeschaffung teilzunehmen, ist unter anderem eine verbindliche Erklärung der Gemeinden gegenüber dem Innenministerium. Darüber hinaus müsse ein entsprechender Zuwendungsantrag auf erhöhte Förderung bis zum 15. Februar bei der Bewilligungsstelle gestellt sein.

Der Gemeinderat beschloss die verbindliche Teilnahmeerklärung an der gemeinsamen Beschaffung „TSF-W BW 2026“ gegenüber dem Land mit Ausnahme einer Enthaltung vonseiten Samuel Wolfs einstimmig.