Das Spielfeld des Vatikans ist schon von seiner Lage her imposant. Foto: Nadine Iantorno

Mit unvergesslichen Eindrücken kehrten Marco Iantorno und Harry Kläger vom Solidaritätsfreundschaftsspiel zwischen dem deutschen Team „Kinderlachen“ und einer vatikanischen Fußballauswahl aus Rom zurück. Das Vatikan-Team erzielte einen 7:5-Sieg.

Mit dem Sieg belegte die Vatikan-Fußballauswahl, dass sie gegen ehemalige deutsche National- und Bundesligaspieler durchaus bestehen kann. Wobei das Team der Italiener, bestehend aus Schweizer Gardisten, Mitarbeitern und Angestellten des Vatikans, zeitweise deutlich jünger war.

 

Doch das Ergebnis war eher zweitrangig. Im Fokus stand das Ziel, benachteiligten Kindern Hoffnung zu schenken und Spenden für diese zu sammeln. So kamen, bedingt auch durch mehrere Sponsoren, 5000 Euro für „Kinderlachen“ zusammen.

Iantorno und Kläger aus Freudenstadt schilderten im Gespräch mit unserer Redaktion ihre Eindrücke. Nach der Ankunft in Rom wurde die Besuchergruppe von „Kinderlachen“ vom Vizepräsidenten des Vatikansports, Sandro Troiani, im Hotel begrüßt. Matze Knop, Comedian, Sänger und Moderator, stellte ihm die Gruppe vor.

Mit vielen Eindrücken sind Harald Kläger (links) und Marco Iantorno vom Benefizspiel aus Rom zurückgekehrt Foto: Lothar Schwark

Knop ist seit 2004 Schirmherr von „Kinderlachen“. Der Verein Kinderlachen macht sich für Bedürfnisse und Anliegen von kranken und hilfsbedürftigen Kindern stark. Die Einladung zum Fußballspiel hatte Iantorno vom Vatikan bekommen. So war Iantorno mit im Organisationsteam dabei, das von Matze Knop, Marc Peine, Serdar Can und Daniel Pelzel angeführt wurde. „Kinderlachen“ reiste mit zahlreichen ehemaligen Fußballgrößen an. Darunter war auch Hansi Müller, mit dem die deutsche Fußballnationalmannschaft vor 45 Jahren in Rom Europameister wurde.

Emotionale Reise

Der Vatikanzeitung berichtete Hansi Müller, dass die Romreise für ihn sehr emotional war. Unter den ehemaligen Fußballprofis, die mit dabei waren, waren unter anderem auch Thomas Helmer, Kevin Kurányi und Patrick Owomoyela. Am Tag nach der Anreise wurde in Gruppen die ewige Stadt mit ihren Denkmälern und das Kolosseum besichtigt. Höhepunkt war aber das große Benefizspiel auf dem Privatfußballfeld des Vatikans. Schon die Kulisse im direkten Umfeld des Vatikans ist beeindruckend. Während Iantorno beim deutschen Team als Trainer wirkte, hatte Kläger die Aufgabe des Mannschaftsbetreuers inne.

Zunächst ausgeglichen

Die erste Halbzeit war ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit trat der Vatikan mit einer stark verjüngten Mannschaft an, da nach Belieben gewechselt werden konnte. Nach dem Spiel stand für die Teams im Lokal „Die Päpste“ direkt neben dem Vatikan das Abendessen an. Dort sind Bilder und Originalutensilien von Päpsten zu sehen. Iantorno und Kläger übergaben die Gastgeschenke von Oberbürgermeister Adrian Sonder und Landrat Klaus Michael Rückert an einen persönlichen Referenten des Papsts.

Marco Iantorno, Marc Peine und Matze Knop (von links) mit dem Schal „Wir waren dabei“. Foto: Nadine Iantorno

Beim Abendessen war mit Maurizio Mariani ein Schiedsrichter dabei, der noch heute internationale Spiele der Champions League leitet. „ Wir wurden aufgenommen wie eine Familie“, so Iantorno zu seiner italienischen Heimat. Ein weiterer Höhepunkt war die Besichtigung des Vatikans. Während unzählige andere Menschen geduldig anstanden, wurde die Gruppe von „Kinderlachen“ beim Eingang der Schweizer Garde exklusiv in Empfang genommen. Nach einem Vortrag über den Vatikan folgte die Besichtigung.

Großes Medieninteresse

Das Medieninteresse an dem Vatikan-Spiel war groß. In besonderer Erinnerung bleibt dem „Kinderlachen-Team“, das sie durch das heilige Tor des Vatikans schreiten konnten, das nur alle 25 Jahre im Heiligen Jahr geöffnet ist. Das war selbst für die ehemaligen Weltklassespieler ein großes Erlebnis. Matze Knop und Marc Peine luden die vatikanische Fußballauswahl zu einem Benefizspiel am 1. September 2025 in Lippstadt ein.

Viele Italiener seien in den Schwarzwald verliebt, so Iantorno. In Rom warb er gegenüber seinen Landsleuten in der Muttersprache für den Schwarzwald.