Carmen Soudani ist gut vorbereitet: Im Juli ist sie in der ZDF-Küchenschlacht zu sehen. Foto: Soudani

Sterneköchin Tanja Grandits aus Laufen war schon Jurorin der ZDF-Küchenschlacht, nun sind zwei Albstädterinnen als Köchinnen dabei: Monika Bürger aus Tailfingen und Carmen Soudani aus Laufen.

„Mein Vater wollte immer zu einer Kochsendung – er war ein Soßengott“, sagt Carmen Soudani genießerisch. Sie selbst hat sich deshalb einfach mal eben per Smartphone bei der Küchenschlacht im ZDF beworben und nach Kurzem den Zuschlag bekommen: Bis zu fünf Sendungen mit ihr – je nachdem, wie weit das Urteil der Starkoch-Juroren sie bringt – werden in Hamburg aufgezeichnet und im Juli ausgestrahlt. Ihr Leibgericht – gebratenen Lachs mit Möhren-Spinat-Risotto und Zitronen-Parmesan-Soße – kann die Laufenerin im Schlaf kochen. „Aber ich darf ja nur 35 Minuten brauchen“, sagt sie und hat deshalb doch ein bisschen geübt.

 

An Tag vier wartet ein Motto – und manchmal ein fieses

Monika Bürger aus Tailfingen hat die fünf 55 Minuten langen Aufzeichnungen, die auf 45 Minuten zusammengeschnitten werden, schon hinter sich und steht am Freitag, 31. Mai, im Finale, das schon im April aufgezeichnet wurde. Wie Carmen Soudani musste auch sie vorher ihre Rezepte einreichen für das Leibgericht – Entenbrust mit Portwein-Schalotten, Kartoffelstroh und Spargel mit Orangen-Hollandaise –, eine Vorspeise und ein vegetarisches Gericht. Für Tag vier geben die Moderatoren – bei Bürger ist es Cornelia Poletto, bei Soudani Mario Kotaska – ein Motto vor.

Die Tailfingerin hat sich für konfierten Kabeljau mit Beurre blanc, Balsamico-Belugalinsen und weiße Bohnencreme entschieden – „nach einigen schlaflosen Nächten“, wie sie lachend berichtet. „Schwarz-weiß“ zu kochen ist dann doch nochmal eine besondere Herausforderung, zumal sie zuhause täglich am liebsten mit Gemüse kocht, und das ist nun mal farbig.

Mit Küchenschlacht-Juror Ralf Zacherl hat sich Monika Bürger bestens verstanden. Foto: Archiv Bürger

Wie das Motto für sie lauten wird, weiß Carmen Soudani schon, auch wenn sie es noch nicht verraten darf. Nun so viel: „Es passt wie die Faust aufs Auge!“ Falls sie es bis zur vierten Sendung schafft. „Nur am ersten Tag möchte ich noch nicht rausfliegen“, sagt sie entschieden. Alles weitere nimmt sie sportlich: „Es gibt ja so viele Leute, die gut kochen können.“

Warum Schmorgerichte total tabu sind

Das Final-Gericht nach Kotaskas Rezept hat sie trotzdem schon gekocht – allerdings das Zeitlimit überzogen. „Was vor allem daran lag, dass ich nicht die genauen Zutaten hatte.“ Diese besorgt in Hamburg die Redaktion.

Was geht gar nicht? „Schmorgerichte!“ Sagt Carmen Soudani, „Die brauchen zu lange.“ Und vorkochen darf sie nicht, höchstens Wasser aufsetzen, damit es rechtzeitig heiß ist.

Ebenfalls eine Herausforderung ist die Kleidung, denn Gestreiftes – Soudani liebt es – mag die Kamera nicht. „Ich ziehe Sachen an, in denen ich mich wohlfühle“, hat sie beschlossen, „denn ich will ja authentisch sein.“ Und dazu trägt sie ihren Glücksbringer, den Verlobungsring, den ihr Partner selbst gemacht hat. Monika Bürger hatte schon Glück: Sie kocht am Freitag um den Sieg.

Alle Sendungen der Küchenschlacht sind in der ZDF-Mediathek zu finden – ebenso wie die Rezepte.