Inzlingen befürwortet den Aufbau eines neuen Geschäftsfelds innerhalb des Zweckverbands Breitbandversorgung: die netzgebundene Wärmewende.
Der Zweckverband Breitbandversorgung des Landkreises Lörrach wird sich künftig neben seinem bisherigen Geschäftsfeld um die netzgebundene Wärmewende im Landkreis kümmern. Damit wolle man die beim Glasfaserausbau erworbene Expertise für ein neues Geschäftsfeld nutzbar machen, um die Verbundwärmeplanung zu unterstützen, erläuterte Paul Kempf als Geschäftsführer des Zweckverbands im Inzlinger Gemeinderat.
Gemeinderat stimmt zu
Die nötige Änderung der Zweckverbandssatzung wurde Ende Juni bereits von der Verbandsversammlung beschlossen. In der jüngsten Gemeinderatssitzung hat nun auch die Wasserschlossgemeinde als Verbandsmitglied zugestimmt. Gleichzeitig begrüßte der Gemeinderat die Gründung einer Tochtergesellschaft, die sich um das neue Geschäftsfeld kümmern soll.
Zu den neuen Aufgaben des Zweckverbands gehören laut Kempf die Planung, Verwaltung, Organisation und Beratung zur Sicherstellung der interkommunalen Wärme- und Kälteversorgung, die der Zweckverband für die Verbandsmitglieder übernehme.
Nach Inkrafttreten der geänderten Satzung und nach dem Beschluss aller Gremien werde die neugegründete Tochtergesellschaft sowohl die Breitbandversorgung weiterentwickeln als auch die interkommunale Wärme-und Kälteversorgung voranbringen, so Kempf.
Auf Fragen aus den Reihen des Gemeinderats, ob es nicht sinnvoll wäre, im Rahmen des Breitbandausbaus schon jetzt Rohre für eine Nahwärmeversorgung mit zu verlegen, antwortete Kempf, dass dies nicht wirtschaftlich sei. Er verwies dabei auf örtliche Unterschiede. Zwar müsse man die Dekarbonisierung bis zum Jahr 2045 angehen; Wärmenetze aber könne man nur dort bauen, wo dies sinnvoll sei und wo man auch klimaneutrale Wärmequellen erschließen könne.
Punktueller Wärmeverbund
Für Inzlingen prognostizierte Kempf höchstens einen punktuellen Wärmeverbund, sollte ein solcher in der Zukunft überhaupt möglich sein.