Der Vereinsring Seedorf möchte im Bereich "Saiweiher" hinter dem Grüngutplatz Lagerkapazitäten für mehrere Vereine schaffen und längerfristig einen neuen Festplatz errichten. Foto: Weisser

Gemeinderat: Vorhaben in Seedorf stößt auf viel Lob

Ein richtiges Großprojekt hat der Vereinsring Seedorf im Visier: Die Dachorganisation der örtlichen Vereine möchte am Standort "Saiweiher" innerhalb der nächsten fünf bis zehn Jahre ein Multifunktionsareal für ihre Mitglieder errichten.

Dunningen-Seedorf (kw). Geplant sind auf dem 12 000 Quadratmeter großen Grundstück eine Lagerhalle sowie befestigte Flächen für zwei Festplätze mitsamt einem Parkplatz und der nötigen Infrastruktur. "Das wäre die Ideallösung", so der Vorsitzende des Vereinsrings, Stefan Schneider, der noch etwas vorsichtig von einer "Vision". Mit dem Vorhaben sollen die Platzprobleme mehrerer Vereine gelöst und gleichzeitig ein Festplatz mit Zukunftsperspektive geschaffen werden. Der Grüngutplatz würde mit integriert, hieß es.

Das Vorhaben stieß bei Bürgermeister Peter Schumacher ("Ich halte es für absolut unterstützungswert") und dem Gemeinderat in jüngster Sitzung auf ungeteilte Zustimmung. Von einem "Volltreffer" und einer "Win-Win-Situation" sprach Rätin Simone Spengler. Ebenso ins Schwärmen geriet Markus Hils. Als "genial" bezeichnete Markus Holl ("Das Grundstück könnte anderweitig nicht genutzt werden") den Plan.

Zum Hintergrund: Der vorhandene Untergrund am geplanten Standort lässt eine Bebauung nicht ohne weiteres zu. Erdverbesserungsmaßnahmen wären erforderlich. Diese würde die Firma Glatthaar Erdveredelung übernehmen und sich an den Kosten beteiligen, trug Schneider vor. Er betonte, dass der Vereinsring im Jahr 2018 eine Großspende erhalten habe. Diese Zuwendung sei die Initialzündung für diese Überlegungen gewesen. Die Finanzierung sei Sache des Vereinsrings, zur Anwendung kämen die Vereinsförderungsrichtlinien, so der Schultes auf kritische Nachfrage von Gemeinderätin Inge Erath. Diese war zuerst davon ausgegangen, dass die Gemeinde finanziell mit im Boot sitze. Erath hatte eine Gleichbehandlung der Dunninger Vereine angemahnt. Zudem wies sie darauf hin, dass es reichlich Interessenten – wenn auch aus Dunningen – für einen Schuppen gebe.

Das Gebiet "Saiweiher" war bisher baurechtlich als Schuppengebiet ausgewiesen. Um das Vorhaben des Vereinsrings realisieren zu können, ist eine Bebauungsplanänderung erforderlich. Das Gremium stimmte einhellig zu.

In Dunningen könnten grundsätzlich auch Schuppen gebaut werden, ergänzte Schumacher und berichtigte Erath. Nur vier Personen aus Seedorf hatten Interesse an einem Schuppen signalisiert. Holl fände es schön, wenn die vier Schuppen auf dem Grundstück auch noch Platz hätten.