Das seit Jahren leerstehende Schulbad der Friedensschule in Schwenningen erhält eine neue Bestimmung. Die Stadträte haben der Umwidmung in eine Bewegungslandschaft einstimmig zugestimmt, doch die finanziellen Details sind noch offen.
Grünes Licht für ein Projekt, das von allen Seiten Lob erhält: Das ehemalige Schulbad der Friedensschule in Schwenningen, das seit seiner Schließung leer steht, wird in einen „Gymnastikraum mit Bewegungslandschaft“ umgewandelt. Die Stadträte haben den Weg am Mittwoch in der Sitzung des Verwaltungs- und Kulturausschusses geebnet.
Das Ziel der zuständigen Ämter ist klar. Diese Umnutzung soll den gestiegenen Bedarf an Sporträumen für die Friedensschule und die Janusz-Korczak-Schule decken. Die Friedensschule benötigt die zusätzlichen Sporträume, um auch am Nachmittag Bewegungseinheiten anbieten zu können. Die Janusz-Korczak-Schule wird ab dem Schuljahr 2025/26 in das Gebäude der ehemaligen Hirschbergschule umziehen und könnte die neuen Sporträume ebenfalls nutzen.
Der geplante „Gymnastikraum mit Bewegungslandschaft“ soll anstelle des Schwimmbeckens entstehen und mit fix installierten Sportgeräten wie Trampolinen, Schnitzelgrube und Matten ausgestattet werden. Diese Umgestaltung wird durch eine Stahl-Holzträgerkonstruktion ermöglicht, die das Schwimmbecken überbaut.
Denkmalschutz soll keine Hürde sein
Trotz des Denkmalschutzes der Friedensschule und des ehemaligen Schulbads sind keine größeren Hürden oder Auflagen zu erwarten, da die Verwaltung in regelmäßiger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege steht. Dies betonte Dieter Kleinhans vom Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau: „Das Denkmalamt ist froh, wenn solche Räume noch genutzt werden. Es muss halt anschließend erkennbar sein, dass dort vorher ein Schwimmbad drin war.“ Mit „exorbitanten Mehrkosten“ auf Druck der Denkmalschützer geht man deshalb nicht aus.
Auch lokale Vereine sollen von den neuen Sportmöglichkeiten profitieren, insbesondere angesichts des Mangels an geeigneten Flächen für Gymnastik, Tanz und andere Sportkurse in den Nachmittags- und Abendstunden sowie an den Wochenenden. „Es handelt sich um ein neuartiges Angebot, das vielseitig nutzbar ist“, so Felicitas Heinrich vom Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport. Die Schaffung dieser modernen Sportangebote für Vereine und Gruppen, wie beispielsweise die Volkshochschule, sei ein Novum in der Doppelstadt. OB Jürgen Roth: „Das wäre die Premiumlösung und ein massiver großer Mehrgewinn – wir brauchen die Hallenflächen.“
Einstimmiges Votum der Stadträte am Ende
Das sahen auch die Stadträte durch die Bank so: Unter anderem die CDU (Katharina Hirt: „Die Sportflächen werden gebraucht“), die Freien Wähler (Ulrike Heggen: „Da kann man gar nicht dagegen sein!“), die AfD (Olaf Barth: „Das ist eine perfekte Lösung“) und die Grünen (Ulrike Merkel: „Die Umwidmung ist folgerichtig“) zeigten sich zufrieden mit den Plänen der Stadt.
So gab es am Ende ein einstimmiges Votum für das Projekt. Geklärt werden muss aber noch der finanzielle Umfang dieser Maßnahme. Klar ist bislang lediglich, dass die Übernahme des Eigentums und des Grundstücks von den Bädern VS mit 120 000 Euro zu Buche schlägt. „Die anderen Kosten sind noch offen, daher gibt es auch noch keinen Zeitplan“, machte Kleinhans deutlich.