Das Foto zeigt den letzten Transport für das Umspannwerk Pulverdingen. Foto: TransnetBW

Der Transport eines 300 Tonnen schweren Transformators zum Umspannwerk Jettingen wird am Montag, 26. Januar, zum Großereignis. Unsere Karte zeigt, wo der Koloss entlangfährt.

Das Umspannwerk in Jettingen wird derzeit umfangreich erweitert und in Teilen neu gebaut. Teil dieser Erweiterung ist ein 380-/110-kV-Transformator, der komplett in einem Stück angeliefert wird. In einer nächtlichen Aktion wird das Teil am Montag, 26. Januar, vom Nagolder Bahnhof dann bis zum Umspannwerk transportiert.

 

Der erste Schritt des Transport ist dabei schon gelaufen. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam der Transformator laut Zeitplan am Bahnhof in Nagold an. Es handelt sich um ein Gerät von Siemens Energy, Typ TTSN 8656, Baujahr 2023. Er hat ein Leergewicht von 300 Tonnen.

Erst am Montag wird dann die Spedition Kübler übernehmen. Am Morgen gegen 9 Uhr soll der Transformator auf eine Hubhebelbrücke umgesetzt werden. Für den Schwertransport sind drei Zugmaschinen notwendig – je nach Witterung gegebenenfalls noch ein Schneepflug und eine vierte Zugmaschine.

Das Gespann habe eine Länge von 70 Metern, erklärt Louisa Oeltjenbruns, Projektsprecherin beim Unternehmen Transnet BW, das Träger des Vorhabens ist.

Schwertransport soll um 21 Uhr starten

Der Transport startet dann laut Zeitplan um 21 Uhr am Bahnhof Nagold und führt durch den Eisbergtunnel über die Herrenberger Straße und die Landesstraßen L362, L1362 zum Umspannwerk.

Folgende Straßen sind von dem Transport betroffen: Bahnhofstraße, Eisbergtunnel und Herrenberger Straße in Nagold sowie L 362 und L 1362 in Jettingen.

Die gesamte Route wird zeitweise in beide Richtungen gesperrt. Anwohner werden gebeten, temporäre Halteverbote einzuhalten und hierfür auf zuvor aufgestellte Halteverbots-Schilder zu achten, um das Durchkommen des Spezialtransports sicherzustellen.

Für die Fahrt bis zum Umspannwerk in Jettingen wird mit zweieinhalb bis drei Stunden gerechnet.

Gemeinde Jettingen lädt zum Zuschauen ein

Die Gemeinde Jettingen bietet ihren Bürgern ein gemeinsames „Public Viewing“ an: Als guter Treffpunkt zur Besichtigung des außergewöhnlichen Schwerlasttransportes biete sich die Nordumfahrung in Verlängerung der Heilbergstraße an. Dort stehe man geschützt hinter einer Leitplanke und habe eine gute Sicht auf die Straße. Geparkt werden könne im Gewerbegebiet West. Von Oberjettingen könne man auch zu Fuß über den Feldweg in Verlängerung der Hofäckerstraße zu dem Standort laufen.

Am Dienstag, 27. Januar, geht es vor Ort weiter. Dann erfolgt die Umsetzungen von der Zugmaschine auf das Trafofundament im Umspannwerk. Schließlich wird der Transformator noch mit 80 Tonnen Öl befüllt.

Umspannwerk Jettingen wichtig für Energiewende

Das Jettinger Umspannwerk wird derzeit umgebaut, erneuert und erweitert und gilt als besonders wichtig für die Energiewende in Deutschland. Im November hatte der Jettinger Gemeinderat zwei Baustellen der TransnetBW besucht, um sich vor Ort über aktuelle Projekte zur sicheren und effizienten Stromversorgung zu informieren.