Bei "Tante M" bedienen sich die Kunden selbst, scannen die Waren und bezahlen.Archivfoto: Bender Quelle: Unbekannt

Trillfingen hatte früher mehrere Einkaufsmöglichkeiten und Ladengeschäfte. Könnte man wenigstens ein bisschen an Nahversorgung wieder im Ort etablieren? Darum drehte sich eine Debatte im Ortschaftsrat.

Haigerloch-Trillfingen - Der Anstoß dazu kam von Willi Bürkle. Er verwies auf das Beispiel Gauselfingen. In dem knapp 1000 Einwohner zählenden Dorf auf der Alb hat vor wenigen Tagen ein "Tante M Laden" eröffnet. Dieses Konzept schlägt ein. Erfinder Christian Maresch aus Pliezhausen hat bereits zwölf davon in Betrieb genommen.

Der Laden in Gauselfingen ist sieben Tage die Woche von 5 bis 23 Uhr geöffnet und funktioniert im Prinzip wie ein "begehbarer Automat". Der Kunde tritt ein, bedient sich selbst, scannt auch die Ware an der Kasse selbst, bezahlt mit dem Guthaben auf ein Chip-Karte, mit der EC-Karte oder in bar und checkt wieder aus. Personal ist in diesen Läden nur an wenigen Stunden in der Woche vor Ort. Es berät, nimmt Wunschlisten für besondere Produkte entgegen, stellt Kundenkarten aus und befüllt die Regale.

Das wäre doch vielleicht auch etwas für Trillfingen, meinte Willi Bürkle. Nach seinen Vorstellungen könnte man einen solchen Laden entweder im früheren Lebensmittelgeschäft Gaus oder im ehemaligen Gasthaus "Hirsch" unterbringen. Bürkle­: "Wir müssten uns halt schlau machen, unter welchen Bedingungen so etwas möglich ist."

Bei Ortsvorsteher Horst Henle rannte er mit seiner Anregung offene Türen ein. Auch Henle ist der Ansicht, dass dies ein Konzept sein könnte, das funktioniert.

Ortschaftsrat Markus Amann würde die Idee indes eine Stufe tiefer ansiedeln. Deshalb regte er an, mehrere Automaten mit einem kleinen Angebot an Milch, Eier, Käse oder Wurst an einem Standort zu bündeln. Der gut funktionierende Eierautomat beim Eichhof ist für ihn das beste Beispiel.

Beide Ideen haben ihren Charme und Ortsvorsteher Henle will zunächst einmal mit Hühnerhofbetreiber Fabian Bischof über den Automatenbetrieb sprechen und eventuell den Kontakt nach Gauselfingen suchen.

Ortsvorsteher Henle wies darauf hin, dass die vom Forst ausgeführten Feldweginstandsetzungen begonnen haben. In diesem Zusammenhang wurde der im Rahmen der Flurbereinigung oberhalb des Sportplatzes angelegte Weg Richtung großer Eiche beim Salenhof um einen Meter nach links verschoben.

Auch wenn die Resonanz letzten Herbst gering war, will Henle das Angebot erneuern, dass von jedermann erntbare Obstbäume mit grünen Bändel gekennzeichnet werden. Die Bändel gibt’s im Rathaus.

Dem Bau eines Einfamilienhauses, mit dem eine Baulücke im Baumäckerweg geschlossen wird, stimmte der Ortschaftsrat ebenso zu, wie dem Gesuch zum Bau eines Hauses mit zwei separaten Wohnungen am Eingang zum Baugebiet "Bickeler".

Weil noch einige Fragen zu klären sind, wurde dagegen ein Baugesuch, zum Erstellen landwirtschaftlicher Nutzgebäude am oberen Ende der Obertorstraße vorerst zurückgestellt.