Es herrscht aktuell wenig Freude im Villinger Friedengrund: Einige 08-Mitglieder machen sich große Sorgen um die Zukunft des Traditionsvereins und fordern schnelle Veränderungen. Foto: Marc Eich

Im Namen von 20 Mitgliedern des FC 08 Villingen schreibt uns Leser Reiner Schmidt aus VS-Villingen. Die „Macher“ des Regionalligisten werden kritisiert. In dem Schreiben an die Vorstände heißt es unter anderem: „Die Lage ist mittlerweile so ernst, dass es nicht mehr nur um Einzelentscheidungen geht, sondern um die Zukunft des gesamten Vereins“.

Die aktuelle Lage unseres Vereins ist besorgniserregend. Arroganz, Überheblichkeit und Inkompetenz haben Entscheidungen geprägt, die unseren Verein sowohl sportlich als auch finanziell in eine schwierige Lage gebracht haben.

 

Wiederholt wurde suggeriert, dass eine einzelne Person das Problem sei. Doch das eigentliche Problem liegt in der einseitigen Amtsführung der Vorstände für Finanzen und Marketing. Sie haben Entscheidungen im Mehrheitsprinzip durchgesetzt – eine beispiellose Fehlplanung – ohne Rücksicht auf andere Meinungen.

Statt den Verein verantwortungsvoll zu führen, wurden eigene Vorstellungen kompromisslos durchgedrückt.

Seit der Verpflichtung von Mario Klotz als Trainer im Dezember 2023 – eine Entscheidung, mit der Denis Stogianidis als gewählter Vorstand für Sport und Jugend nicht einverstanden war – hat er sich auf ausdrücklichen Wunsch der Verantwortlichen aus den Angelegenheiten der ersten und der zweiten Mannschaft zurückgezogen. Doch weshalb wurde jemand ausgeschlossen?

Die Folgen dieser Entscheidungen sind mittlerweile unübersehbar:

– Drei Trainer in einer Saison (dazu eine Ablösesumme?) – eine Fehlplanung ohnegleichen.

– Währenddessen fehlt es nicht nur an Legitimation und fußballfachlicher Kompetenz, sondern auch an Anstand gegenüber dem Verein und seinen Mitgliedern.

– Langjährig verdiente Spieler und Trainer wurden systematisch entfernt. Alle „alten“ und verdienten Mitglieder wurden gezielt verdrängt, um ungehindert eigene Entscheidungen durchzusetzen.

– Vereinsidentität und sportliche Kontinuität wurden rücksichtslos geopfert – mit katastrophalen Folgen.

Der Grund liegt auf der Hand: Kritische Stimmen sollen verstummen und Widerstand gegen fragwürdige Entscheidungen soll im Keim erstickt werden.

Spätestens nach dem Tod unseres Präsidenten hätten die Verantwortlichen handeln müssen. Stattdessen wurde weitergewurschtelt, als wäre nichts passiert.

Die Lage unseres Vereins ist mittlerweile so ernst, dass es nicht mehr nur um Einzelentscheidungen geht, sondern um die Zukunft des gesamten Vereins.

Unsere Forderungen

Wir, die unterzeichnenden Mitglieder, fordern hiermit die sofortige Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung, um über die Zukunft des Vereins zu entscheiden.

Die Verantwortlichen müssen sich der Vertrauensfrage stellen und für den angerichteten Schaden geradestehen.

Dieser Brief geht an die Geschäftsstelle und an die Vorstände und liegt mit den Unterschriften der Mitglieder vor, die sich dieser Forderung nach Konsequenzen und Veränderungen anschließen.

Es ist an der Zeit gemeinsam für den Verein einzustehen und eine transparente sowie verantwortungsbewusste Führung einzufordern.

Reiner Schmidt, VS-Villingen

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