Die „Blotzer“ beeindrucken mit einer rasanten Shownummer. Foto: Hermann Nesch

Eine erfrischende Mischung aus Show und Parodien kennzeichnete den Zunftball des Narrenvereins.

Einen überzeugenden Zunftball konnten die Gäste beim traditionellen Zunftball des Narrenvereins „Bettschoner“ in der ohne jegliche Gastzunft randvoll besetzten und geschmückten Narrenhalle genießen. Das Publikum wurde schon nach dem Einmarsch der Masken- und Hästräger durch das unermüdlich aufspielende „Amazonas-Duo“ in Hochstimmung gebracht.

 

Die beiden Vorsitzenden Larissa Leins und Julia Müller begrüßten unter anderem Bürgermeister Markus Tideman, seinen Vorgänger Armin Jöchle und Pfarrer Bernhard Tschullik. Leins und Johannes Teufel führten locker und souverän durch das abwechslungsreiche Programm mit den annähernd 100 Aktiven auf der Bühne.

Tanzgarde tritt auf

Zunächst wirbelte die Tanzgarde zu ihrem Marsch über das Parkett, anschließend die Jugendshowtanzgruppe. Später reihte sich mit „T.N.T.“ noch die dritte Showtanzgruppe des Narrenvereins ein. Zuvor jedoch bliesen die Kanoniere, die ihren 60. Geburtstag feiern konnten, zur „Aaaattacke!“ und stürmten mit ihrer Kanone „Dicke Berta“ zum Großen Zapfenstreich auf die Bühne.

„Be-kannt-machung!“ hallte es anschließend mehrmals im Wechselspiel mit dem gespannt wartenden Publikum, als Andreas Gaus in der Traditionsrolle des „Dorfbüttels“ seine neuesten Nachrichten aus der kommunalen „Sau- und Mistwirtschaft“ und allerlei lustigen Begebenheiten, ungewollten Tollpatschigkeiten der Jauner sowie erfundene Zuschreibungen aus den Klatschspalten unter das Narrenvolk brachte.

Finanzen sind Thema

Vor allem die maroden Finanzen und der in seinem Sparkurs hart bleibende Bürgermeister waren erneut das Ziel seines Spotts. „Alles Bitten und Betteln hilft da nix“, so der Büttel, wobei man nicht immer nur jammern sollte, sondern „au môl d‘ Leut abhohla ond mitnehma sott“ dann würden auch gute und bildlich unterlegte Ideen, wie Geld gesammelt werden könne, förmlich aus der Küste springen würden.

Hinsichtlich der neuen Narrenfigur des „Lugebeutels“, die sich großen Zuspruchs erfreue, müsse die Frage gestellt werden, ob der Schultes „aufgrund seiner gebrochenen Wahlversprechen“ , mit seinen ganzen gebrochen Wahlversprechen bei den Lugenbeuteln auch eine Heimat finde könne.

Dabei spielte der Büttel zahlreiche fotografische Beispiele von Originalen mit „Charakterköpfen“ und „Märchenerzähler“ mit Nasenverlängerungen ein.

Natürlich kam er auch um das Eutinger(-Weitinger) „integrative Prinzenpaar mit Jaqueline vom Hohen Bauamt und Prinz Kevin Karneval, Ritter der Rohrverleger und Schutzheiliger der Abortmontierer“ nicht herum.

Danach sorgte der Musikverein unter der Leitung von Vizedirigent Marcel Wochele für Stimmungsmusik, die die Besucher teilweise auf die Tische trieb, ehe die „Bänklesänger“ Pascal Schmitt und Marcus Schweizer, begleitet von Frank Sauter (Akkordeon) und Armin Schwab (Gitarre) ein Loblied auf die Fasnet zum Titel „Bettschoner sind wir“, basierend auf der Melodie „Sara perche ti amo“, der seit 1981 inoffiziellen Hymne des AC Mailand, sangen.

Urnburghexen begeistern

Weitere Glanzlichter setzten die „Blotzer“ unter der Leitung von Sabine Schmidt mit ihrer rasanten Shownummer „Piraten gebt euch in Acht, bevor der Blotzer auferwacht“.

Begeisternd gefeiert wurden danach noch die Urnburghexen mit der Wiederholung ihrer fantastischen „Urnburghexen-Zaubershow“, die von den „Devil-Brothers“, den beiden Moderatoren und Brüdern Johannes und Fabian Teufel, fernsehreif präsentiert wurde. Den fulminanten und rasanten Schlusspunkt setzte dann die Tanzgarde mit „One last rock“.