Die Tanzgruppe „Reunited“ aus Sunthausen legt beim Zuntball los, eine Zugabe wird eindringlich gefordert. Foto: Florian Hahnel

Voll, laut, legendär: Beim Zunftball in Sunthausen wird getanzt und bis in den Morgen gefeiert. Nichts für Zartbesaitete – aber Pflicht für echte Narren.

Die Fasnet in Sunthausen hat es in sich und schon länger einen entsprechenden Ruf.

 

Erdig bis derb ging es zu – nichts für sanfte Gemüter also. Beim Zunftball war die Mehrzweckhalle erneut voll, wie gewohnt fühlten sich die Nachtschwärmer im Halbdunkel der Bar und im Verlauf bis in die Morgenstunden besonders wohl. Wer die Narrentage voll ausschöpfen will und sich vielleicht sogar freinimmt, der darf Sunthausen nicht auslassen – für manchen ist die Fasnet ja ein echtes Hobby.

Ohne leichte Schubser geht es aufgrund der relativ begrenzten Quadratmeter nicht, das sollte auch diesmal so sein. Zum Auftritt der Tanzgruppe „Reunited“ etwa wollten auch etliche im Eingangsbereich verweilende Stehgäste eine zumindest nennenswerte Sicht haben, im Bühnenbereich wurde es folglich noch enger.

Eine Party für das ganze Jahr

Am Mikrofon behielt Tanja Staiger jedoch die Ruhe und Übersicht, ihre Informationen wurden meist humorvoll dargelegt. Ortsvorsteher Albert Scherer scheint ohnehin „alle Ruhe der Welt“ zu haben. Fast alljährlich wechselt der Stadtteilchef das Häs. Diesmal entschied sich Scherer als Vogelscheuche einzulaufen.

Der Black Forest-Discjockey dürfte in Sunthausen schwarze Zahlen schreiben, denn nach dem freitäglichen Zunftball greift dieser auch am Fasnet-Sonntag zur Technik und heizt ein. Runde und wie erwähnt erdige Sache in Sunthausen – die veranstaltende heimische Narrenzunft ist routiniert und finanziert quasi das ganze Vereinsjahr mit den beiden Highlights in der Ortsmitte.