Das „Chaos im Schwimmbad“ trieb dem Publikum die Lachtränen in die Augen. Foto: Gudrun Gehr

Der Schönauer Zunftabend unterm Motto „Es lebe der Sport“ zog Hunderte standesgemäß gekleidete Narren an.

Und so wimmelte es in der vollbesetzen Buchenbrandhalle von „Skatern“, „Turnern“, „Leichtathleten“ oder „Bodybuildern“. Der Fanfarenzug Schönau führte das Defilée zur Bühne an, gefolgt von der Narrenzunft mit Ozume Julian Seckinger und seinem Gefolge. Abgeordnete der Narrenzunft mit Flösser, Hexen, Pfiffechöpf, Prinzengarde, Schellenteufel, Sunnebächli-Müller und Web-stübler machten den bunten Narrenwurm komplett.

 

Schelshorns Ambitionen

Die großen Themen des Abends waren Bürgermeister Schelshorns Kandidatur für den Landtag und der geplante Umbau des Buchenbrand-Areals. Vor dem Griff nach der Landtags-Macht indes hieß es für Peter Schelshorn an diesem Abend erstmal: den RathausSchlüssel in Narrenhand abgeben. Ozume Seckinger reimte: „Meng sin truurig, meng sind froh, wenn Du willsch uf Stuttgart goh.“ Seckinger, Ozume und Gemeinderat in Personalunion, bat Burgi und Landtagskandidaten Schelshorn für den Falle seiner Wahl um eine ordentliche Förderung für Schönau, schließlich stehen hier mit dem geplanten Umbau des Buchenbrand-Areals und dem Neubau der Buchenbrandschule millionenschweren Projekte an. Auch über die neue Vogt-Suche hatten sich die Narren Gedanken gemacht – und wussten zumindest, wer aus ihrer Sicht nicht in Frage kommt: „Engesser – blieb Du in der Fröhnd lieber, das wäre den Schönauern auch lieber.“ Im närrischen Schlagabtausch blieb Bürgermeister Schelshorn nichts schuldig, und sagte zum Ozume: „Du hesch mich hüt scho fascht verabschiedet in Richtung ICE nach Stuttgart.“

Insgesamt 13 Programmpunkte bereiteten den Gästen rund vier Stunden beste Unterhaltung. Skikanone „Rosi Mittermaier“ alias Selina Büchele und Leon von Brand alias Leon Frank brachten mit ihrer temperamentvollen Moderation die Stimmung zum Kochen, die Tanzband „Alpen Eddi & Co“ schickte die Gäste mit viel fasnächtlichem Flair in Polonaisen durch die Halle, und die Gardetänzerinnen unter Leitung von Lisa Faller legten einen bezaubernden Tanz auf die Bühne.

Traditionell begeistert Sylvia Schneider als „Rab“, der vom Kirchturm von Schönau das Lokalgeschehen beobachtet und brühwarm über die Missetaten der Bürger berichtet – getreu dem Motto „Sache git’s, do hebsch fascht ab. I sag nur Rab, Rab, Rab“. Sie berichtete unter anderem von der Sichtung des „Tunauer Pleitegeier“, und konnte beruhigen: Der neue Bademeister aus Schopfheim sei gar nicht so wüst.

Der Sketch „Cyberschrott 3000“ von Alexander und Johannes Graß beschäftigte sich unter anderem mit dem Absolvieren des Führerscheins in der einzig verbliebenen Fahrschule Schönaus. Nunmehr könne man diesen nur mit künstlicher Intelligenz erhalten. „D’Buche un s’Brändle“ von Sabine Kiefer und Jörg Lais knöpften sich das neu sanierte Jogi-Löw-Stadion vor, Oliver Gierth suchte im Sketch „Jung, sportlich, gutaussehend“ per Dating-App seine Herzensdame und die Schellenteufel präsentierten einen teuflisch starken Show-Tanz .

Publikum lacht Tränen

Tränen lachte das Publikum beim „Chaos im Schwimmbad“. Die Darsteller Johannes Markanic, Mario Grammespacher, Paul Kast sowie Nico und Mark Steinebrunner zeigten sich in Hochform. Die „Gardies“ begeisterten mit ihrem Tanzauftritt, und der Fanfarenzug heizte im Rugby-Outfit nochmals kräftig ein. Bei der „Siegerehrung“ am Ende durften sich alle Darsteller vom Publikum nochmals begeistert bejubeln lassen.