Auf dem traditionellen Zunftabend in der Geroldseckerhalle ging es hoch her. Das neu gekürte Baronspaar besteht aus Laura I. und Matthias I.
Was in und um Reichenbach Rang und Namen hat, bevölkerte die Geroldseckerhalle. Im Saal tummelte sich das närrische Volk mit Gästen aus der hohen Politik und vielen Lokalmatadoren, die aus der Gegend rund ums Dorf kamen. Oberzunftmeister Thomas Fischer hieß alle willkommen und ließ seiner Freude freien Lauf, dass die Fasent die Reichenbacher wieder im Griff habe.
Gleich zu Beginn wurde das bestgehütete Geheimnis der vergangenen Wochen gelüftet: Das neu gekürte Baronspaar Laura I. Fehrenbach und Matthias I. Wieseke wird die Narren durch die Fasent geleiten. Die Zunftband „Skunks AT“ sorgte für den närrischen Sound, in den die Beiträge des Abends eingebunden waren. Locker führten Oberzunftmeister Thomas Fischer, Zunftmeister Armin Furtwängler und Zunftrat Jens Jägle durchs Programm, wobei sie nicht damit sparten, zur Freude des Auditoriums kleine Seitenhiebe auszuteilen.
Die „Mini-Mini-Tanzgruppe“, bestehend aus 23 adretten Mädchen, begeisterte mit ihren Verwandlungskünsten. Sie standen unter der Leitung von Ronja Galla, Analena Kopf und Franziska Schell. Viel Schwung brachten die „Maxi-Minis“ in den Saal. Die 18 jungen Damen und Herren entführten die Zuschauer in die unendlichen Räume des Weltalls und wirbelten als futuristische Astronauten über die Bühne. Nadja Disch und Julia Moser hatten die „Maxi-Minis“ hervorragend vorbereitet.
Solist Felix Haag betrat derweil als „Filipo, der Wellenbezwinger“ die Bühne, um auf dem Ozean und in der Karibik Abenteuer à la Münchhausen zu bestehen. Das Buurequartett, seit 40 Jahren immer für Überraschungen gut, präsentierte sich als Trio, wobei Patrick Bohy als Kunstfigur „Fifi Albatros“ mit seinen Kollegen Martin Dosch und Daniel Moser alle Register zog und mit neuen und alten Hits die Stimmung im Saal anheizte.
Die Weltlage im Großen und Kleinen machte es Rolf Hügel leicht, sich als „Lahrer Hinken-der Bote“ in die Untiefen der Weltpolitik und des kommunalen Geschehens zu versteigen und mit spitzer Zunge etwa die Saga der kommunalen Kaffeemaschine aufzuspießen. Ein Hauch Las Vegas verbreiteten Peter Frank, Thomas Kaiser und Stefan Rieder aus Kenzingen mit ihrer Zaubershow „The Magicians“.
Tanz der Schergässler gehört fest zur Veranstaltung
Ein Zunftabend ohne Tanja und Larissa Mühlhaus wäre wie eine Suppe ohne Salz. Wen wundert es da, dass sie, begleitet von Reiner A. Kammerer, einen närrischen Jahresrückblick präsentierten, der mit treffenden Seitenhieben, doch immer verbindlich lächelnd, voll gespickt war. Dieser sorgte für Furore und brachte die Stimmung zum Kochen. Nicht fehlen durfte der Tanz der Schergässler, der vor 50 Jahren von Ernst Fehrenbach eingeführt wurde und seither ununterbrochen zum Ritual gehört. Katja Herrmann und Kathrin Fehrenbach zeichneten dafür verantwortlich. Auch diesmal wurde die Tanzgruppe von den „Blechbrägeli“ begleitet, die noch einige flotte Klänge intonierten.
Eine Imbiss-Bude auf dem Lindenplatz war der Treffpunkt zum Plausch unter dem Motto „Zwei Richebacher packe us“. Daniel Fehrenbacher in der Rolle eines kanadischen Sergeanten auf Besuch in der alten Wahlheimat traf sich dort mit Dominik Gyssler, der wie kein Zweiter über alles Bescheid wusste, was in Reichenbach und drumherum vorgefallen war und dies nun genüsslich seinem Gast näherbrachte.
„Die Neuen“ tummelten sich dieses Jahr „uf em Kindergartespielplatz“ und trieben im Sandkasten ihren Fez. Beate Maier, Patrick Decker, Thomas Fischer, Armin und Gerd Furtwängler sowie Jürgen Glatz sorgten mit Charme und diebischem Spaß an der Freude wie echte „Kindsköpf’“ für pure Freude.
Finale
Nach Mitternacht vereinte ein prächtiges Finale alle Akteure auf der Bühne, die es geschafft haben, zum 65. Mal dem Reichenbacher Fastnachtsmotto treu zu bleiben. Dieses lautet: „Jedem zur Freud, keinem zum Leid“.