Die Narrenzunft begrüßte die Besucher im neu geschaffenen „Wolfach Airport“ in der Festhalle. Foto: Buchta

Unter dem Motto „Wolfach hebt ab“ startete der Zunftabend in der Festhalle zu einer närrischen Flugreise.

„Weiter nuff goht’s nit“ hieß es am Freitag beim Zunftabend im „Wolfach-Airport“ in der vollen Festhalle. Zum Schmettern des Michelesmarsches der Narrenkapelle unter der Leitung von Thomas Rauber versammelte sich die Pracht der Hästräger samt Guller auf der Bühne.

 

„Seid ihr alle startbereit? Denn Wolfach hebt ab“, verkündete Narrenvater Christian „Obi“ Oberfell und lud zu einem „Zunftabend auf „First-Class-Niveau“ ein, dessen Bordverpflegung die Landsknechte übernahmen. 50 Jahre gibt es das Airline-Maskottchen Guller mit Hartmut Brückner und die Streifenhansel schon, verkündete unter Riesenbeifall Eventmanager „Jojo“.

Das Team des Bordmagazins „Narrenblättle“ übergab in Reimform seine alljährliche Spende an die Kindergärten. Dann stellte sich das Zunftabend-Gespann von Conny Franzek, Jochen Huber und Bernd „Erli“ Schillinger vor, das durch den Abend und die schwindelerregende Reise führte. Zu lautem Motorengetöse kommentierte Flugkapitän „Erli“ den Flug, abenteuerlich ins Englische übersetzt von Flugbegleiter Jochen Huber. Dann trat Dirk Baumgartner-Fränzen als Büttenredner Till Eulenspiegel auf: „Mein Name ist Till, ich bin euer Tor, und das ist mein Spiegel, den halt ich euch vor“, verkündete er und echauffierte sich über Ministerkonferenzen im Europapark oder über Herrenknechts Blumenkübel.

Dirk Baumgartner-Fränzen als Till Eulenspiegel hielt in der Bütt den Narren den Spiegel vor. Foto: Buchta

Jochen Huber nahm als Tagesschausprecher Wolfachs neues Tourismuskonzept aufs Korn, schlug zur CO₂-Einsparung Lossburg und Schenkenzell zum Abkoppeln von der Infrastruktur vor, lobte das erste Freiluft-Buswartehäuschen und empfahl Oberwolfach einen Elch als Gemeindeoberhaupt.

Hubert Decker bekam den Wohlauf-Orden

Über das korrekte Verhalten beim Absturz klärten die Stewardessen Conny und Anja auf und gaben eine irre Simultan-Sicherheitseinweisung der neuen Geppert-Air. Höhepunkt: Ein den ganzen Saal umfassendes Bewegungsprogramm für die Fluggäste.

Dann verlieh der Narrenvater an Hubert „Rambo“ Decker für dessen unbeschreibliche Verdienste um die Fasnet den blechernen Wohlauf-Orden am silbernen Kettlein. Ihm zu Ehren schlug der kleine Narrenrat Purzelbäume auf der Bühne. Zwei Stewardessen luden zum „betreuten Trinken“ ein und versteigerten den Platz von Graf Konrad in der Burg der Landsknechte. 400 Euro lautete das bejubelte Höchstgebot zur Erneuerung der Burg. Dann sorgte Bauchredner „Erli“ mit seiner gänzlich unbegabten Puppe „Ademsche“ für zahllose Lacher – vor allem, als die Schummelei mit der durchlöcherten Augenbinde aufgedeckt wurde.

Oberwolfachs Politik bot den Narren Angriffsfläche

Nach einer ziemlich schrägen musikalischen Darbietung sorgte die Podiumsdiskussion „Die Macht des Geistes“, bei der die Möglichkeit von Operationen ohne Narkose vorgestellt wurde, für schallendes Gelächter. Dann regten sich „Die vier Oberwolfacher“ über abgehobene oder abgebürstete Bürgermeisterkandidaten auf. Zum Schluss des Programms kamen alle Mitwirkenden der närrischen Flugreise auf die Bühne und nahmen den Dank des Kleinen Narrenrats und die Ovationen des närrischen Publikums entgegen.

So geht es weiter

Die Hochphase der Narren steht an. Am Mittwoch, 11. Februar, ist um 19 Uhr das Fasnet-Ausrufen mit anschließendem Narrenhock.