95 Teilnehmende und eine stolze Spenden-Summe kamen am Samstag beim zweiten Eutinger Zumbathon zusammen.
Organisator Bernd Weidenhammer und der SV Eutingen boten gemeinsam mit neun Zin wieder eine dreistündige Zumbaparty an. Fünf Typisierungen nahm der DRK-OV Eutingen vor.
Organisator Bernd Weidenhammer ist sichtlich begeistert: „Mit so einer starken Beteiligung habe ich nicht gerechnet.“ Bereits Wochen zuvor hat er, wie im vergangenen Jahr, mit Sponsoren Kontakt aufgenommen.
Der Erlös kommt kranken Kinder zugute Die Unterstützungsbereitschaft ist groß, weiß der Eutinger, denn der Erlos kommt der Tübinger Stiftung „Hilfe für kranke Kinder – der Kinderklinik Tübingen“ zugute. Daher war es auch keine Frage für die neun Zin, dass sie auf ihre Gage verzichteten und auch den Erlös aus ihrer Zumba-Kleidung dem guten Zweck spendeten.
Bei der Zin-Vorstellung immer wieder sprachlos Den Auftakt machte Organisator Bernd Weidenhammer mit der Vorstellung der Zin und dabei war immer wieder einen Moment sprachlos. Er kündigte nicht nur Aline Franco Hunklinger, geboren in Brasilien, Martina Szyszka aus Eutingen, Yuliet Telles, geboren in Kuba, Lathy Braband Khampane, geboren in Laos, Yanet Maria Axt, geboren in Kolumbien, Yvonne Frank aus Blumberg, Ornella Stuka, geboren in Italien, und Anastasia Kübler aus Dornstetten an.
Zumba-Mama Kerstin Blank kommt ums Eck
Mino Taccogna kommt als Überraschungsgast Sein Überraschungsgast war Mino Taccogna. „Ich war schon im vergangenen Jahr hier, aber da konnte ich krankheitsbedingt nicht mitmachen“, beschreibt der 52-Jährige und hat kaum ausgesprochen, da kommt schon Zumba-Mama Kerstin Blank ums Eck. „Mit ihr habe ich überhaupt nicht gerechnet“, freut sich Bernd Weidenhammer riesig und umarmt die Zumba-Freundin.
Für den guten Zweck auf jeden Fall dabei sein „Ich freue mich riesig, dass ich wieder hier sein darf und ich hab auch richtig Lust, mitzumachen“, sagt die Zumba-Trainerin, die seit 2014 ihre große Leidenschaft ausübt. Nach einer Operation musste sie nun jedoch eine Pause einlegen und daher will sie es an diesem Samstagnachmittag langsam angehen lassen. „Der Erlös ist für einen guten Zweck und daher wollte ich auf jeden Fall dabei sein“, beschreibt Kerstin Blank wie wichtig ihr die Benefizveranstaltung ist und ergänzt: „Und Spaß macht es ja auch.“
Teilnehmende sind mit vollem Elan dabei Der Spaß ist ebenso bei den Teilnehmenden aus der ganzen Region zu sehen. Léthicya Tremblay ist extra aus Geisingen bei Konstanz angereist: „Bei uns gibt es solche Zumbathons nicht. Ich tanze beruflich und kann mir das gar nicht mehr aus meinem Leben wegdenken.“ Als sie hörte, dass der Erlös der Veranstaltung kranken Kinder zugutekommt, packte die 26-Jährige ihr Auto. Selbst nach einer Stunde Non-Stop-Zumba-Choreographie ist sie noch mit vollem Elan dabei.
Es macht so viel Spaß und ist echt witzig So geht es auch den Freundinnen Céleste und Vivienne. Die beiden Zehnjährigen scheinen keine Pause zu brauchen. „Es macht so viel Spaß und ist echt witzig“, erklärt Céleste und Vivienne ergänzt: „Einfach eine tolle Musik und dass hier so viele mittanzen.“
In Amerika ziehen sich alle immer wieder um Nach eineinhalb Stunden wird eine fünfminütige Pause eingelegt und kurz durchgelüftet. Nach der Pause geht es mit den Backstreet Boys und „I Want It That Way“ weiter. Yanet Axt präsentiert bei ihrer Choreografie das zweite von drei Outfits. „Bernds Frau, Elvira, nennt mich immer die Modenschau-Frau, weil ich mich beim Zumbathon immer wieder umziehe. Ich war schon bei einigen Zumbathons in Amerika, da ziehen sich alle immer wieder um, wie in Miami, da war es auch echt heiß“, erklärt die Nagolderin. Sie freut sich, dass die Teilnehmenden nach rund zweieinhalb Stunden noch immer nicht Schlapp machen. „Das ist nicht bei jedem Zumbathon so. Bei anderen leert sich der Raum schon früher“, sagt die gebürtige Kolumbianerin, der gerne noch länger geblieben wäre, aber wegen eines Anschlusstermins schon früher weg musste.
Typisieren tut nicht weh
Im Foyer typisiert der DRK-OV Eutingen Im Foyer der Halle typisieren Demet Celik und Thomas Fritz vom DRK-OV Eutingen fünf Personen. Kerstin aus Eutingen ist die erste: „Ich wollte das schon lang mal machen. Mein Mann konnte sich in der Firma typisieren lassen. Ich bin froh, dass ich das nun auch durfte.“ Den Vorbeikommenden erklärt sie, dass es nicht weh tut. „Mund auf, Stäbchen rein, in fünf Minuten seid ihr fertig“, fügt Demet Celik hinzu. Einige Teilnehmende des Zumbathons haben sich schon im vergangenen Jahr typisieren lassen oder sind schon bei der DKMS aufgenommen, daher hört das DRK-Team immer wieder den Satz „Ich bin schon“.
Gemeinsam eine tolle Benefizveranstaltung gemeistert „Fünf Personen ist echt super“, weiß Demet Celik, die das mit ihrem Team seit vier Jahren macht. Zeitgleich schneidet ihr Mann im Angels of Hairstyle Interessierten für den guten Zweck die Haare. Seit dem frühen Morgen macht sich Ali Celik für kranke Kinder stark und kann so eine stolze Summe zum Zumbathon-Event dazugeben. Bernd Weidenhammer verkündet, dass er und seine Familie die Summe aus allen Spenden aufrunden werden und dankt allen Mitwirkenden: „Gemeinsam haben wir wieder eine tolle Benefizveranstaltung gemeistert und für nächstes Jahr habe ich auch schon wieder einige Anfragen.“