Jörg Schlaich in seinem Stuttgarter Büro im Jahr 2013 Foto: /Michael Steinert

Seine Brücken und Türme gehören zu den filigransten Konstruktionen weltweit. Bekannt geworden war der Stuttgarter Bauingenieur Jörg Schlaich mit der Gestaltung des Dachs im Münchner Olympiapark. Jetzt ist er im Alter von 86 Jahren in Berlin gestorben.

Stuttgart - Einer der erfolgreichsten Exportartikel „made in Baden-Württemberg“ sind die Bauingenieure. Von Fritz Leonhardt, dem Vater des Stuttgarter Fernsehturms, über Frei Otto, den 2015 posthum mit dem Pritzkerpreis geehrten Pionier des Leichtbaus, bis zu Werner Sobek, dem Vorkämpfer für klima- und ressourcenschonende Bauweisen, zählen die Konstrukteure vom Neckar zu den international einflussreichsten und angesehensten Protagonisten ihrer Profession. In diese Galerie gehört auch Jörg Schlaich, der mit seinem von Günter Behnisch und Frei Otto erdachten und von ihm konstruktionstechnisch umgesetzten Zeltdach für das Münchner Olympiastadion von 1972 den Sportstättenbau revolutioniert und ein modernes Weltwunder erschaffen hat. Deutschland vermittelte mit dieser sanft bewegten, transparenten Dachlandschaft nach den Schrecken der NS-Zeit und des Weltkriegs ein neues, der martialischen Achsen- und Symmetrievernarrtheit der Nazis diametral entgegengesetztes Bild von sich.

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