Hier findet jeder das Passende: Das Angebot auf dem Kippenheimer Wochenmarkt ist breit gefächert. Foto: Schillinger-Teschner

Mit Sekt wird am Freitag das Einjährige des Kippenheimer Wochenmarkts gefeiert. Mit Nudeln, Käse, Fleisch und Wurst, Oliven, Obst und Gemüse, Deko und vielem mehr bietet dieser ein großes Angebot – und die Gelegenheit zum Schwätzchen.

„Ich finde den Markt toll und freue mich, dass er so gut gestartet ist. Einen regelmäßigen Wochenmarkt haben sich viele Menschen in der Gemeinde seit Jahren gewünscht, ich konnte diesen Wunsch nun in die Tat umsetzen und hoffe sehr, dass der Markt noch viele Jahre besteht. Die Bürgerinnen und Bürger haben es selbst in der Hand“, erklärt Kippenheims Bürgermeister Matthias Gutbrod zum einjährigen Bestehen des Wochenmarkts.

 

Doch nicht nur die Gemeinde zieht eine positive Bilanz, sondern auch die Beschicker Thomas Frenk von Frenks Hofladen aus Schwanau und Petra Hansen aus Meißenheim, die auf dem Markt Pasta anbietet, sind zufrieden: „Das neue Konzept ist voll aufgegangen und ein voller Erfolg“, sind sich die beiden im Gespräch mit unserer Redaktion einig. „Frenks Hofladen“ ist seit 30 Jahren in der Direktvermarktung tätig und in Kippenheim seit mehr als 20 Jahren anzutreffen. Zuerst beim alten Wochenmarkt rund um die Festhalle. Als dort das Gesundheitszentrum gebaut wurde, zog der Stand von „Frenks Hofladen“ auf den Festhallen-Parkplatz um. „Zuerst war ich etwas skeptisch gewesen, als ich an das Bürgerhaus umziehen sollte – aber ich habe es nicht bereut“, berichtet Thomas Frenk unserer Zeitung. Am neuen Standort vor dem Bürgerhaus habe er noch mehr Kunden gewonnen. Das liege zum einen an der Nähe zur B 3 und zum anderen daran, dass für den Wochenmarkt die Werbetrommel gerührt werde und das größere Angebot mehr Kunden anziehe. „Für jeden von uns ist genug Kaufkraft da. Ich bin bei vielen Märkten, auch in größeren Städten, aber Kippenheim ist einer der umsatzstärksten Märkte. Ich habe eine sehr gute Stammkundschaft, die sehr treu ist“, freut er sich.

Auch Petra Hansen kommt sehr gerne nach Kippenheim, berichtet sie unserer Redaktion: „Für einen Nachmittagsmarkt und für die Größe läuft es in Kippenheim wirklich sehr, sehr gut.“ Auch sie freut sich über sehr viele Stammkunden.

Thomas Frenk (links) bietet seine Waren gerne auf dem Kippenheimer Wochenmarkt und ist mit seiner Entwicklung sehr zufrieden. Foto: Schillinger-Teschner

Was für sie und auch Frenk den positiven Unterschied zu anderen Märkten mache, sei das Engagement der Gemeinde. „Sie gehen auf unsere Vorschläge und Ideen ein, sind für uns da“, schildert sie begeistert. Etwa dann, als die Beschicker die Stände des Markts neu anordnen wollten. „Wenn irgendetwas ist, haben sie sofort ein offenes Ohr“, schildert Hansen. „Kippenheim hebt sich in Sachen Engagement positiv von anderen Städten und Gemeinden ab, sie suchen aktiv den Dialog mit uns und machen Werbung. Der Bürgermeister ist immer bürgernah und greifbar“, vermeldet auch Frenk begeistert.

Etwas kritischer sieht es Elke Burger, die für das Weingut Ackermann aus Schmieheim vor Ort ist und dort neben Wein auch Gemüse und Obst verkauft. Ihr Sohn bietet auf dem Wochenmarkt unter dem Namen „Olivenprinz“ mediterrane Spezialitäten an. „Der Markt ist toll gestartet und wir konnten uns eine treue Stammkundschaft aufbauen. Aber in den vergangenen Wochen sind allen Betreibern die Kunden weggeblieben. Deshalb hatten wir uns entschieden, den Wochenmarkt zwei Wochen zu pausieren. Ich hoffe nun, dass zum Einjährigen wieder viele Kunden kommen“, erklärt sie etwas sorgenvoll unserer Redaktion.

Markt ist für viele mehr als Nahversorgung

Den Rückgang an Kunden kann zwar auch Hansen bestätigen, sie zeigt sich aber optimistisch: „Das lag einfach an der Urlaubszeit und an dieser gnadenlose Hitze! Das erging mir bei meinen anderen Märkten auch nicht anders.“ Sie ist sich sicher, dass nun, da es auch abgekühlt hat, wieder viele Kunden kommen werden – zumal es ja das Einjährige zu feiern gibt. Das sieht auch Bürgermeister Gutbrod so: „Ich habe darüber auch mit den Beschickern gesprochen, die haben mir bestätigt, dass dies ein generelles Problem vieler Märkte in der entsprechenden Jahreszeit sei. Ich kann nur an die Bürgerinnen und Bürger appellieren, den Markt auch zu unterstützen, denn es liegt an uns selbst, ob wir diese regionale Einkaufsmöglichkeit erhalten können.“

Gutbrod und seine Familie sind selbst Stammgäste: „Bis auf die zwei Wochen, in denen wir als Familie im Urlaub waren, war entweder meine Frau oder ich selbst zum Einkaufen auf dem Markt, die Familie Gutbrod ist also eigentlich immer da. Wir kaufen auch im Prinzip immer an jedem Stand ein und decken uns mit frischen Lebensmitteln für die ganze Woche ein“, schildert er.

Zum kleinen Treffpunkt am Freitagmittag geworden

Der Bürgermeister weiß: Der Wochenmarkt ist viel mehr als nur Nahversorgung. „Für viele Leute ist der Markt nicht nur eine regionale Einkaufsmöglichkeit mit großer Vielfalt, sondern auch ein sozialer Treffpunkt. Viele Besucher kommen auch wegen den netten Menschen und den Kontakten auf den Markt, das ist für mich als Gemeinde wichtig und hat sich zu einem kleinen Treff am Freitagmittag entwickelt“. Das kann auch Frenk bestätigen. Auch in seinen Augen mache der Sozialkontakt und die vielen Begegnungen dort – vielleicht auch bei einem Kaffee oder einem Würstchen – einen Teil des Charme des Kippenheimer Wochenmarkts aus – und der Grund dafür, dass dieser am Freitag erfolgreich sein Einjähriges feiert.

Sekt zum Einjährigen

Der Kippenheimer Wochenmarkt hat am Freitag, 13. September,  von 14 bis 17.30 Uhr auf dem Vorplatz des Bürgerhauses geöffnet. „Es gibt ein sehr breites und leckeres Angebot, das viele Menschen ansprechen sollte, und tolle Marktbeschicker, die für jedes Gespräch zu haben sind“, macht Gutbrod Werbung. Da das Einjährige gefeiert wird, wird die Gemeinde zudem zur Eröffnung um 14 Uhr Sekt ausschenken und mit den Besuchern und Marktleuten anstoßen.