Die Preisträgerin der Kategorie „Freche Ecke“ Celine Gießler (von links) zeigt ihre Auszeichnung mit Patrick Karl von der Rubin Mühle und Simone Stöckigt von der Firma FS Etiketten. Foto: Bohnert-Seidel Foto:  

Die Firma FS Etiketten aus Friesenheim hat Nachwuchs-Grafikdesigner ausgezeichnet. Die Auszeichnung wurde zum achten Mal vergeben, Motto war die Vielfalt des Drucks.

Junge Menschen, ihre Ideen und ihre teilweise verrückten Konzepte begeistern Unternehmerin Simone Stöckigt. Gern lässt sie sich von der Kreativität der Jugend mitreißen und inspirieren. Seit vielen Jahren lobt sie als Unternehmerin mit ihrer Firma FS Etiketten den Preis „Junges Design, frech, neu, anders“ aus.

 

Unterstützt wird sie dabei nicht nur von den Grafikschulen in Lahr, Freiburg und Stuttgart. Unerlässlich sind auch Firmen, die ihre Produktpalette gern mit neuen Designs versehen. Dazu zählen „Fit Spülmittel“, Firma Speick, die Rubin Mühle und das Unternehmen Emil Kiessling mit Sonnenschutzprodukten.

Nicht Simone Stöckigt entscheidet über die Platzierungen. Diese überlässt sie den Besuchern und Kunden auf der Messe „Cosmetic Business“ sowie auf der Online-Plattform des Unternehmens. Zur Messe nimmt sie ihre Azubis mit, damit diese lernen, mit den Besuchern zu sprechen. „Das ist immer auch eine Art Persönlichkeitsbildung“, sagt die gelernte Druckerin gegenüber unserer Redaktion.

FS Etiketten bot eine Führung in Heiligenzell an

Zur Preisverleihung sind die teilnehmenden Schulen mit ihren Klassen in die Allmendstraße zum Firmensitz von FS-Etiketten gekommen. Preisträger finden sich in der Johannes-Gutenbergschule aus Stuttgart, Schüler von der Akademie für Kommunikation in Freiburg sowie der Gewerblichen Schule in Lahr.

Zum achten Mal hat Simone Stöckigt mit ihrem Team ein neues Motto vorgegeben. In diesem Jahr war die Vielfalt des Drucks gegeben. Den ersten Platz in der Kategorie Design holte sich Julius Leiste, dessen Design auf dem Schokomüsli von Rubin Mühle einer bunten Wundertüte gleicht. „Frech und keck“ ist das Design von Celine Gießler. Die beiden Schüler aus Lahr haben auch Patrick Karl von der Rubin Mühle in Lahr sehr überzeugt. Knapp 80 angehende Grafikdesigner wurden in Heiligenzell durch das Areal des Unternehmens FS Etiketten geführt. So lässt sich wunderbar in die Technik der Drucker hineinschnuppern und sich diese erklären. Rede und Antwort standen dabei die Azubis des Unternehmens. Täglich beschäftigt sich das im Jahr 1965 gegründete Unternehmen mit Etikettendruck und Design. Unterschiedliche Designs sprechen Generationen an. Vor allem beim Design kristallisierten sich die differenzierten Sichtweisen.

Das Projekt wird von den eigenen Azubis organisiert

Junge Menschen ließen sich teilweise von komplett anderen Designs ansprechen als Leute der älteren Generation. Diese Sicht ist die Grundlage, vor allem etablierte Marken mit neuem Design auszustatten. Zum Ausdruck kommt auf den neuen Etiketten so die Unbefangenheit aber auch die teilweise klare Struktur der Grafikdesigner. Von der starken Kraft der Ideenfindung und hohen Motivation der Jugend lasse sich Simone Stöckigt gern anstecken. Seit acht Jahren etabliert sich das Projekt „Junges Design, frech, neu anders“ im Unternehmen und wird von den Azubis im Unternehmen organisiert und begleitet. An den Grafikschulen in Lahr, Freiburg und Stuttgart ist das Projekt auch Teil des Lehrplans. In den Kategorien Grafikdesign, Frechheit siegt und Technik wurden wieder die Preise vergeben. Ihre Design-Nachwuchs-Initiative kommt an und hat sich etabliert. Vor allem bei den Messen heißt es am Stand von FS-Etiketten: „Mal schauen, was sie in diesem Jahr wieder Tolles zu bieten hat.“

Die Preisträger der Kategorien

Design:
 Speick Flasche (Duschgel): Zoe Newbatt, Alexander Lehwald, Marcin Siegle. Fit-Flasche (Spülmittel): Lucy Möll, Shania Mostafavi, Vanesa Todorova. Emil Kiessling Sonnenroller: Marcel Anselm. Rubin Mühle: Julius Leiste. Ecke:
 Rubin Mühle (Schokomüsli): Celine Gießler. Technik:
 Speick Flasche (Duschgel): Lovis Kampmann, Jana Düring, Jennifer Liwe.