Sigmaringen wird zur „Zukunftskommune“, um Klimaschutzziele zeitnah zu realisieren.
Ein Auftakttreffen hat stattgefunden. Mit dabei: Stadtbaumeister Udo Hollauer, Vertriebsleiter der Stadtwerke Sigmaringen, Manfred Henselmann, Geschäftsführer der Energieagentur Oberschwaben, Walter Göppel, Energiemanager der Stadt Sigmaringen, Stefan Schlanke, Kämmerer Raphael Boss und die Leiterin der Energieagentur Oberschwaben Standort Sigmaringen, Carolin Baur.
„Wir freuen uns über die weiterhin gute Zusammenarbeit mit der Stadt Sigmaringen, die unsere Pilotkommune ist“, sagt Walter Göppel, Geschäftsführer der Energieagentur Oberschwaben, die beratend zur Seite steht.
Auch Stadtbaumeister Udo Hollauer und sein Team unterstützen zu 100 Prozent die Kooperation: „Bei Bauvorhaben haben wir immer den Klimaschutz im Hinterkopf, hier gibt es viele relevante Stellschrauben“, betont der Stadtbaumeister.
„Das Format ,Zukunftskommune‘ soll Städten den Ansporn geben, Ziele des kommunalen Klimaschutzes zu erfüllen, ohne sie mit einer Masse Regularien von außen zu erschlagen“, erläutert Carolin Baur.
Das Modell der „Zukunftskommune“ orientiere sich an den landesweiten Gesetzen und habe die Praxistauglichkeit und Umsetzung der Projekte im Fokus. Wesentliche Bausteine seien angestrebte Klimaneutralität, Dekarbonisierung und Energieeinsparungen, etwa bei Bauprojekten.
„Das beginnt bei der Beleuchtung, umfasst die Gebäudedämmung, Anlagenoptimierung und Wärmerückgewinnung, den Ausbau der PV-Anlagen sowie die Etablierung eines Energiemanagementsystems, das unter anderem zur Analyse von Verbrauchsmustern und zur Identifikation von Sparpotenzialen dient“, informiert Stefan Schlanke, Energiemanager der Stadt Sigmaringen, der auch die Kosteneffizienz der geplanten Maßnahmen im Blick hat. Das energiepolitische Leitbild der Stadt werde auf den neuesten Stand gebracht. Und auch die Stadtwerke als kommunaler Nahversorger spielten dabei eine wichtige Rolle, etwa beim Thema Bäderbetrieb, Wärmeerzeugung, öffentlicher Personennahverkehr, E-Mobilität und erneuerbare Energien.
Dass Sigmaringen nun „Zukunftskommune“ ist, wirkt sich auch positiv auf die Bewilligung von möglichen Fördergeldern aus. Außerdem schafft das Format „Zukunftskommune“ eine regionale Vergleichbarkeit zwischen den Kommunen, was eine realistische Motivation für die Akteure darstelle.
Als nächsten Schritt geht es an eine konkrete Maßnahmenplanung. In regelmäßigen Abständen trifft sich das Team Zukunftskommune, um den Klimaschutzzielen immer ein Stück näher zu kommen, und konkrete Ergebnisse vorzustellen.