Das Unternehmernetzwerk von Pro Lörrach ist gut aufgestellt. Das ist wichtig, denn die Herausforderungen sind enorm.
Viele Köche verderben den Brei? Nicht unbedingt, wie an der Zusammenarbeit des Pro Lörrach-Vorstands deutlich wird. Die Entscheidung für ein Führungstrio mit Peter Vogl, Marion Ziegler-Jung und Gerhard Schneider hat sich bewährt: Die Aufgaben wurden auf mehreren Schultern verteilt, damit hat Pro Lörrach an Dynamik und Effektivität gewonnen. Vogl ist der erfahrene Einzelhändler, Schneider bringt Expertise aus der Finanz-, Immobilien- und Marketingbranche mit und Ziegler-Jung ist Wirtschaftsförderin der Stadt Lörrach mit kurzem Draht ins Rathaus. Bei ihnen laufen die Fäden dieses Netzwerks zusammen, gemeinsam erweitern und stärken sie es mit ihrem Fachwissen.
Teamgeist; eine bessere Basis für den Erfolg als Einzelkämpfertum
Pro Lörrach hat sich geöffnet: für alle Branchen – über den Einzelhandel und den Tellerrand der Stadt hinaus. Ob diese Entwicklung irgendwann zu einer gewissen Beliebigkeit führen könnte, wird sich erst noch zeigen. Gegenwärtig stärkt es das Miteinander der Geschäftsleute. Jeder arbeitet in erster Linie für sich selbst, dennoch etabliert sich offenbar verstärkt die Auffassung, dass eine gute Portion Teamgeist eine bessere Basis für den Erfolg einer Stadt und ihrer Unternehmer bildet als die Summe bindungslos arbeitender Einzelkämpfer. Die Pro Lörrach-Treffen gehen über die Kontaktpflege hinaus, oft bieten sie – etwa mit Vorträgen zum Thema Unternehmensnachfolge – thematische Anreize für die Teilnahme am Austausch.
Qualität des Einkaufserlebnisses erhöhen
Die Grenzen des Verkaufsflächenwachstums sind in der Lörracher Innenstadt wohl erreicht. Jetzt geht es mehr noch als früher um die Frage, wie die Qualität des Einkaufserlebnisses erhöht werden kann – angefangen von den Sortimenten über die Präsentation der Waren bis hin zu den Beratungs- und Serviceleistungen der Händler und ihrer Mitarbeiter – stationär und online.
Unterdessen wird die Frage der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt weiter an Bedeutung gewinnen. Zu diesem Innenstadterlebnis zählt die Wertigkeit nichtkommerzieller Aufenthaltsorte, von Grünflächen und Stadtmöblierung ebenso wie die Attraktivität von Handel und Gastronomie. Die Summe dieser Faktoren ist für den Erfolg entscheidend.
Pro Lörrach baut Brücken
Die Innenstadt und die lokalen Subzentren Lörrachs haben trotz wachsender Konkurrenz durch den Online-Handel gute Voraussetzungen für eine positive Entwicklung. Das Märkte- und Zentrenkonzept bildet den Rahmen: „Es schafft Planungssicherheit für potenzielle Investoren und vorhandene Betriebe und dient der Absicherung städtebaulicher Investitionen“, so beschreibt es die Stadt. Und: Lörrach hat bislang immer die Kunden gehabt, die diese Qualität mit ihren Einkäufen honorieren – nicht nur aus der Schweiz, sondern aus dem gesamten Landkreis.
Dass Pro Lörrach erfolgreich Brücken baut, zeigt sich auch an der Kooperation mit einer weiteren zentralen Größe für die Attraktivität und Relevanz einer Stadt: der Kultur. Auch hier beruht der Wille zur Annäherung auf Gegenseitigkeit. Dass der Burghof unter der Leitung von Timo Sadovnik Mitglied bei Pro Lörrach geworden ist, zeugt ebenfalls von dieser erhöhten Bereitschaft zur Netzwerkarbeit in der Kommune.
Pro Lörrach: Der Name ist Programm
All dies sind Mosaiksteine, die in ihrer Gesamtheit das Bild der Stadt ergeben. „Pro Lörrach“: Der Name wird offensichtlich mehr und mehr zum Programm. Im Jubiläumsjahr kann die Gemeinschaft für sich in Anspruch nehmen, dass es sich dabei nicht ausschließlich um einen Slogan handelt, sondern vermehrt auch um eine Haltung – ein Pro Lörrach-Gefühl: Gestalten mit Teamgeist.